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    ParisHacker-Prozess gegen Landis? Manager: «Lächerlich»

    Kaum hatte sich Radprofi Floyd Landis nach seinem spektakulären Doping-Geständnis wieder auf das Rennrad gewagt, da wird der Amerikaner auch schon wieder von der Vergangenheit eingeholt.

    Beklagter
    Floyd Landis wird in Frankreich per Haftbefehl gesucht.

    Ein Pariser Gericht will den Klau von sensiblen Computer- Daten aus dem Anti-Doping-Labor Chatenay-Malabry aufklären - verdächtigt wird Landis. Er soll sich zusammen mit seinem Trainer Arnie Baker illegal Zugang zu den Rechnern des Labors verschafft haben, in dem seine bei der Tour de France 2006 genommene positive Dopingprobe analysiert worden war.

    Nun droht dem 35-Jährigen, der sich nach seinem aberkannten Tour-Sieg durch die Instanzen klagte und erst im Frühjahr ein umfassendes Geständnis ablegte - und dabei schwere Vorwürfe gegen Lance Armstrong und sein früheres Team US Postal erhob - ein erneuter Prozess. Zumindest, wenn es nach Richter Thomas Cassuto geht, der den Fall in Nanterre im Westen von Paris neu aufrollt. Die Staatsanwaltschaft wollte den Fall aus Mangel an Beweisen zu den Akten legen, aber das Gericht lehnte ab. Ein Termin für die Verhandlung ist noch nicht bestimmt.

    Landis' Teammanager Wayne Hudson, der seinen Schützling vom Team Orca Velo Merino derzeit bei der Tour of Southland in Neuseeland betreut, geht nicht davon aus, Landis auf der Anklagebank zu sehen. «Die Andeutung, dass er in Frankreich vor Gericht muss, ist lächerlich, denn dazu müsste er erst einmal vorgeladen werden», sagte Hudson. Der Beschuldigte selbst wollte sich nicht zu dem Fall äußern.

    Landis war im Zuge der Ermittlungen zum Hacker-Angriff seit Januar 2009 per internationalem Haftbefehl gesucht worden. Weil dieser aber nie vollstreckt wurde, wäre er ausgelaufen, meint Hudson. «Die Strafverfolgungsbehörden wollten nicht mehr weiter ermitteln, aber der Richter war dagegen. Durch seine Entscheidung ist der Fall noch offen», klagte Hudson. Schlaflose Nächte habe sein Schützling nicht. Dennoch sei Landis «sauer», dass die Affäre «ohne Inhalt» unnötig eskaliert sei.

    Im November 2006 war der Rechner des Anti-Doping-Labors Ziel eines Hacker-Angriffs gewesen. Dabei wurden Daten geändert oder gelöscht. Die Manipulationen wurden von einem Computer vorgenommen, der angeblich Landis' Trainer Baker zugeordnet werden konnte.

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