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    BerlinGroße Show:: Volleyball-Meister Berlin setzt Zeichen

    Ein ohrenbetäubender Knall in der Berliner Max-Schmeling-Halle leitete die neue Volleyball-Bundesliga-Saison ein.

    Auftaktsieg
    Die Berlin Volleys sind erfolgreich in die neue Saison gestartet.
    Foto: Max Nikelski - DPA

    Begleitet von einem nie zuvor gesehenen Showprogramm feierten die 6531 Zuschauer den 3:1-Auftakterfolg des Titelverteidigers Berlin Volleys gegen Serienmeister VfB Friedrichshafen - trotzdem war selbst beim Sieger nach der Partie nicht allen nach Jubeln zumute. Berlins Manager Kaweh Niroomand wirkte sogar ein wenig angefressen. Er habe ein «nicht gerade sonderlich gutes Volleyballspiel» gesehen, es gebe «noch reichlich Verbesserungspotenzial», ließ er wissen. Dass sein Team mit dem Erfolg wieder einmal an der Vormachtstellung des Erzrivalen vom Bodensee gerüttelt habe, wollte er nicht geltenlassen.

    Dennoch: Die Berliner harmonierten in dem vorgezogenen ersten Saisonspiel deutlich besser als die Gäste und zeigten sich für die anstehenden Aufgaben gut gerüstet. Am 2. Spieltag kommt es mit der Partie bei Generali Haching zur Neuauflage des Finals der Vorsaison.

    Erst recht nicht bester Stimmung war VfB-Kapitän Joao José: «Wir haben uns schwergetan, ins Spiel zu finden. Vielleicht haben wir uns selbst zu sehr unter Druck gesetzt.» Trainer Stelian Moculescu fand seine Mannschaft kaum schlechter als die Hauptstädter. «In den entscheidenden Momenten aber war Berlin besser. Wenn unsere Annahme stand, dann war das Zuspiel zu ungenau. Und stimmte das Zuspiel, dann haben wir uns im Angriff nicht durchsetzen können», haderte der erfahrene Coach.

    Überaus wohlwollend beurteilte Niroomand dagegen die Leistungen von Robert Kromm und Aleksandar Spirovski. Die beiden Angriffsspieler der Berliner steuerten als Punktbeste gegen Friedrichshafen zusammen 44 Zähler bei. Von Neuzugang Kromm, der von Marmi Lanza Verona aus Italien an die Spree zurückgekehrt ist, schwärmte Niroomand geradezu: «Es ist sensationell, was er kann.»

    Spirovski ersetzte Paul Carroll als Diagonalangreifer. «Er hat hervorragend gespielt», lobte Niroomand. Der Manager hatte nach eigenen Angaben im Sommer mit dem 34-jährigen, dienstältesten Spieler «ein sehr ernstes Gespräch geführt.» Spirovski habe seitdem «bestimmt zehn Kilo abgenommen», sagte Niroomand.

    Bereits vor der Partie wurde dem ehemaligen Berliner Zuspieler Jaroslav Skach eine besondere Ehre zuteil. Sein Trikot mit der Nummer fünf - die jetzt nicht mehr vergeben wird - wurde unter dem Hallendach aufgehängt. Der Tscheche gewann während seiner neun Jahre in Berlin zwei Meisterschaften und einmal den Pokal.

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