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    BerlinGrosjean wird Räikkönens Formel-1-Teamkollege

    Der Formel-1-Rennstall Lotus Renault setzt für die kommende Saison auf ein komplett neues Fahrerduo. Nach der Rückkehr von Kimi Räikkönen gab das Team die Verpflichtung des Franzosen Romain Grosjean bekannt.

    Verpflichtung
    Romain Grosjean saß bereits 2009 im Cockpit eines Renault.
    Foto: Felix Heyder - DPA

    Der Brasilianer Bruno Senna und der Russe Witali Petrow, die zum Ende der abgelaufenen Saison für das Team im Einsatz waren, werden ausgemustert. Zudem ist auch das Comeback des bei einem Rallye-Unfall verletzten Robert Kubica zum Saisonstart 2012 bei Lotus Renault endgültig vom Tisch. Damit haben wohl nur noch Force India, Williams und Hispania jeweils ein Stamm-Cockpit für das kommende Jahr zu vergeben.

    Für Grosjean ist es die zweite Formel-1-Chance. Der Franzose war bereits 2009 sieben Rennen für das Renault-Team gefahren, holte damals allerdings keinen WM-Punkt. Nach seinem souveränen Titelgewinn in der GP2-Serie und überzeugenden Testfahrten entschied sich das Team nun für die Beförderung des 25-Jährigen. «Es ist ein Privileg für mich, an der Seite eines Weltmeisters fahren zu dürfen», sagte Grosjean.

    Zuvor hatte Lotus Renault mit dem Comeback von Räikkönen für einen Paukenschlag gesorgt. Der Finne hatte 2007 im Ferrari den WM-Titel geholt. Zuletzt fuhr er zwei Jahre in der Rallye-WM. «Das sind großartige Nachrichten», versicherte Team-Mitbesitzer Gerard Lopez.

    Für Petrow und Senna waren es indes schlechte Neuigkeiten. Der Russe Petrow muss nach zwei Jahren weichen, obwohl er weitere Sponsoren-Millionen in Aussicht stellte. Er konnte jedoch sportlich nicht überzeugen. In 19 Rennen holte er in diesem Jahr nur 37 Punkte. «Keine Panik, das ist nicht das Ende meiner Karriere. Es geht weiter», sagte Petrow der Nachrichtenagentur Interfax. Sein Kollege Senna brachte es in neun Grand Prix' gar nur auf zwei Zähler. Der Brasilianer hatte zur Saisonmitte den ausgebooteten Nick Heidfeld ersetzt, obwohl der Mönchengladbacher bis dahin schon 34 Punkte gesammelt hatte.

    Heidfeld seinerseits war zu Saisonbeginn kurzfristig für Kubica eingesprungen. Der Pole hatte sich bei einem Rallye-Crash schwer verletzt und ist wohl immer noch nicht voll einsatzfähig. Zuletzt hatte es zwischen Kubicas Management und Lotus Renault Streit über Aussagen zum tatsächlichen Fitnesszustand des Rennfahrers gegeben.

    Auf dem Fahrermarkt sind damit fast alle Stammplätze vergeben. Bei Force India könnte Nico Hülkenberg noch seinen deutschen Landsmann Adrian Sutil verdrängen. Sutil wird als zweiter Fahrer neben Pastor Maldonado bei Williams gehandelt. Die neue Saison beginnt mit den Testfahrten in Jerez am 7. Februar.

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