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    KathmanduGötter, Totentanz und Bier: Beobachtungen in Nepal

    Auch wer kein Bergsteiger ist und in Kathmandu keinen Joint raucht, den kann Nepal in einen Rausch versetzen. Weiße Himalaya-Spitzen vom Tal aus sehen, einsame Dörfer erkunden und Schlangenbeschwörer besuchen - das kann Glücksgefühle wecken.

    Ein Gruß für den Fremden
    Ein Gruß für den Fremden: Eine Reise nach Nepal ist immer noch ein Abenteuer.
    Foto: Bernd Kubisch - DPA

    Eisige Welten am Mount Everest, Hippie-Leben in Kathmandu und überall Götter: Eine Reise nach Nepal ist immer noch ein Abenteuer - und ein Trip in eine fremde Welt. Beobachtungen aus einem Land, in dem man mit der Seilbahn zum Beten fährt, und wo der Fußabdruck vom Yeti auf dem Flugzeug prangt.

    Kathmandu
    Ungewöhnliche Transportform: Viele Lasten werden in Kathmandu auf dem Rücken getragen.
    Foto: Bernd Kubisch - DPA

    Eiskaltes Bier zum Sonnenuntergang: Wer in Nepal etwas über Land und Leute erfahren will, muss nur die Bedeutung der Biernamen entschlüsseln. «Gorkha»: Ein Bier, eine Stadt, eine ethnische Minderheit und ein Name aus dem 18. Jahrhundert für das Königreich Nepal. «Everest»-Bier: Der höchste Gipfel der Erde misst 8848 Meter. «Nepal Ice»: Nicht überall kann das Bier im Land, das dreimal so groß wie Niedersachsen ist und knapp 28 Millionen Einwohner hat, kalt getrunken werden. Vielerorts gibt es weder Kühlschränke noch Eisblockproduktion, vor allem nur selten im wilden und einsamen Westen hinter Dhangadi. Der Ort ist mit dem Bus von Kathmandu in zwei Tagen erreichbar, aber auch mit Yeti Airlines - etliche Einheimische glauben an die Existenz des zweibeinigen Fabelwesens im Schnee - sowie Buddha Air. Knapp 15 Prozent Buddhisten hat das Land und 80 Prozent Hindus.

    Enge Altstadtgassen
    Mopeds und Rikschas drängeln sich in den engen Altstadtgassen.
    Foto: Bernd Kubisch - DPA

    Totentanz: Der Tote ist geschmückt mit Blüten, der Kopf mit einer roten Maske verhüllt. Nun legt der Bestatter feuchtes Stroh über den Leichnam und zündet das Holz darunter an. Das brennt nicht so schnell, qualmt aber kräftig. Die Trauernden in der weitläufigen Pashupatinath-Tempelanlage stört das kaum. Später wird die Asche des Verstorbenen in den heiligen Bagmati-Fluss gestreut.

    Der Überlandbus
    Der Überlandbus braucht für die knapp 700 Kilometer von der Hauptstadt nach Dhangadi meist zwei volle Tage.
    Foto: Bernd Kubisch - DPA

    High: Kinder klettern auf Skulpturen am Hanuman Dhoka Palast, in dem einst die Könige residierten. Eine Kleine sitzt auf dem Arm ihrer Mutter und schleckt glücklich ein Eis. Händler, Lastenträger und Rikschas drängeln sich zwischen unzähligen kleinen Läden in den nahen Altstadtgassen. Im Touristenviertel Thamel gibt es schon lange auch Mojito und Caipirinha, Nachos und Brötchen. Die großen Zeiten der Hippies und Aussteiger in Kathmandu sind vorbei. Dafür sorgen schon die harten Strafen. Dennoch rauchen etliche Einheimische und Touristen Haschisch und Marihuana - früher und heute, nicht nur in der Hauptstadt.

    Bäuerinnen am Straßenrand
    Beobachtung am Straßenrand: Eine Gruppe von Bäuerinnen posiert für ein Foto.
    Foto: Bernd Kubisch - DPA

    Mit der Gondelbahn zur Göttin: Dhulikhel, fast 1700 Meter hoch und an der Straße nach Tibet gelegen, lädt zum Relaxen und Wandern. Bei gutem Wetter sind einige Sieben- und Achttausender zu sehen. Spektakulärer ist der Blick auf die Schneegipfel des Himalaya-Gebirges im lebhaften Touristenort Pokhara, etwa 200 Kilometer nordwestlich von Kathmandu. Unterwegs lohnt ein Stopp in Gorkha. Eine moderne Gondelbahn gleitet an Seilen zum Manakamana-Tempel. Er ist der Hindu-Göttin Durga gewidmet.

    Nepal

    Hindu-Gottheit Hanuman
    Wache am Straßenrand: die Hindu-Gottheit Hanuman. Fast 80 Prozent der Nepalesen sind Hindus.
    Foto: Bernd Kubisch - DPA

    Anreise: Mehrere Fluggesellschaften fliegen von Deutschland nach Kathmandu. Umsteigen ist nötig. Die Flugzeit beträgt rund elf Stunden.

    Reisterrassen
    Spektakuläre Landschaft: In Westnepal haben die Bauern über Jahrhunderte Reisterrassen in die Berge gebaut.
    Foto: Bernd Kubisch - DPA

    Reisezeit: Von Oktober bis März ist es sehr trocken. Die besten Reisezeiten sind zu Beginn und zum Ende der Trockenzeit. Dezember und Januar sind manchmal recht kühl.

    Aufstieg zum Nyalu La Pass
    Land der Bergsteiger: Bei einer Tour durch Nepal, hier beim Aufstieg zum Nyalu La Pass, bieten sich Wanderern großartige Ausblicke.
    Foto: Jan Woitas - DPA

    Informationen: Botschaft von Nepal, Guerickestraße 27, 10587 Berlin, Tel.: 030/34 35 99 20, E-Mail: berlin@nepalembassy.de.

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