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    BerlinGipfeltreffen auf EM-Weg für Italien und Spanien

    Verfolger gegen Spitzenreiter: In der EM-Qualifikation wird's wieder ernst. Spanien und Italien könnten vorentscheidende Schritte machen. Frankreich sollte sich besser keinen Fauxpas erlauben.

    Rain Man
    Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque steht während des Trainings im Regen. Gegen Tschechien soll ein Sieg her.
    Foto: DPA

    Ein weiterer Sieg auf dem Weg zur Endrunde 2012 in Polen und in der Ukraine und sowohl Titelverteidiger Spanien als auch Ex-Campione Italien haben bereits 6 Punkte Vorsprung in ihrer Gruppe. Doch Vorsicht: «Wenn wir nicht voll bei der Sache sind, können wir eine böse Überraschung erleben», warnt Spaniens Trainer Vicente del Bosque vor dem Match am Freitag in Granada gegen Verfolger Tschechien.

    Das Länderspiel-Jubiläum von Regisseur Xavi soll nicht der einzige Anlass zur Freude bei der Seleccion sein, die zuletzt bei einem 0:4 im Testspiel gegen den iberischen Nachbarn Portugal wenig Spaß versprühte. «Uns fehlte die Motivation», meinte Xavi: «Wenn wir gewinnen mussten, wenn es um Punkte ging, haben wir nicht versagt.»

    Del Bosque kann auf seine bewährten Titelhamster zurückgreifen. Einzig Innenverteidiger Carles Puyol fällt verletzt aus. Würden die Spanier die erste Pflichtspielniederlage nach zuletzt neun Siegen kassieren, käme es vorerst zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen um Rang eins in der Gruppe I.

    Genauso könnte es auch Italien in der Gruppe C ergehen. Ein Sieg über Slowenien und der Vorsprung beträgt sechs Punkte. Jedoch kann der Schuss für die bei der WM so kläglich gescheiterte Squadra Azzurra auch nach hinten losgehen: Eine Niederlage und die Slowenen würden Platz 1 von den Italienern übernehmen. Aber nicht mit Gianluigi Buffon. «Wir wollen die EM-Quali sofort sichern», betonte der Kapitän und einzige verbliebene Weltmeister von 2006.

    Trainer Cesare Prandelli plagen vor der Partie allerdings personelle Probleme, nachdem er seine konsequente Linie durchzog und Daniele de Rossi und Mario Balotelli wegen Verstößen gegen den Ehrenkodex kurzerhand aus dem Kader strich. «Die Mannschaft soll auch für Fairness und sportliche Moral stehen», erklärte der Coach. Dem Deutsch-Italiener Riccardo Montolivo kommt im Mittelfeld nun eine noch wichtigere Rolle zu.

    Zu einem Gipfeltreffen zwischen dem Spitzenreiter und dem Verfolger kommt es auch in der Gruppe E. Dabei will Vizeweltmeister Niederlande seine Erfolgsserie gegen Ungarn fortsetzen. Der letzte ungarische Sieg datiert vom 17. Oktober 1984 mit einem 2:1 in der WM-Qualifikation. Die vergangenen fünf Partien gewannen alle die Holländer.

    Praktisch nur blamieren kann sich Frankreich mit Bayerns Franck Ribéry. Alles andere als ein Sieg beim Gruppenschlusslicht Luxemburg wäre eine Enttäuschung. Zumal Weißrussland dann am Samstag mit einem Erfolg über Albanien die Führung übernehmen könnte.

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