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    Gemeinsame Grabeinfassung für zwei Einzelgräber zulässig

    Koblenz/Berlin (dpa/tmn) - Auch wenn die Friedhofsatzung Doppelgräber ausschließt, kann es zulässig sein, zwei benachbarte Gräber gemeinsam einzufassen. Das geht aus einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Rheinland-Pfalz hervor (Aktenzeichen: 7 A 10471/10).

    In dem Fall hatten Geschwister geklagt, deren Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren. Noch am Tage des Unfalls waren die Eltern in zwei nebeneinanderliegenden Einzelgräbern bestattet worden. Die Kinder beantragten später bei der Friedhofsverwaltung eine gemeinsame Grabeinfassung. Die Gemeinde lehnte dies mit der Begründung ab, dass die Friedhofsatzung Doppelgräber ausschließe und Ausnahmen vermieden werden sollten.

    Das sahen die Richter anders und gaben der Klage auf eine gemeinsame Grabeinfassung statt. Auf dieses Urteil weist die Deutsche Anwaltauskunft in Berlin hin. Dabei ließ die Kammer offen, ob der Ausschluss von Doppelgräbern in der Satzung überhaupt wirksam ist: Denn durch eine gemeinsame Grabeinfassung würden die beiden Einzelgräber rechtlich noch nicht zu einem Doppelgrab, so die Richter. Grundsätzlich verletzten zwei gemeinsam eingefasste Einzelgräber aber nicht die Würde des Friedhofs, selbst wenn der äußere Eindruck eines Doppelgrabes entsteht.

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