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    MünchenGelatine bis Cornflakes: Horror-Make-up schminken

    Wie einfach ist es beim Karneval: Rote Nase auf und man kann als Narr durchgehen. Für Halloween (31.10.) scheint das schwieriger: Mumien und Zombies haben entstellte Gesichter, vernarbte Haut, triefende Wunden. Aber auch das kriegt man zu Hause hin.

    Das Horror-Make-up
    Eine Halloween-Maske muss richtig fies aussehen - Profimaskenbildner nehmen dazu auch ganz alltägliche Dinge wie Gelatine und eingedickten Erdbeersaft. (Bild: Vennenbernd/dpa/tmn)
    Foto: DPA

    Ein Horror-Make-up kann man sich auch zu Hause schminken, sagte Georg Korpas, der als Maskenbildner unter anderem Schauspieler für den Kinofilm «Wicky und die starken Männer» schminkte. Er nutzt dafür Materialien aus dem Haushalt: Gelatine und Cornflakes.

    «In der Maskenbildnerei wird Gelatine in Pulverform genommen, mit Glycerin und Wasser vermischt und im Wasserbad aufgekocht, bis es wie Honig ist», erläuterte Korpas. Das nicht zu heiße Gemisch werde mit einem Spatel oder Löffel auf die Haut aufgetragen. «Dann geben wir etwas Watte und dann noch mal Gelatine darüber - das wirkt wie eine Verbrennung. Und das kann man dann noch mit Wasserschminke oder rotem Lippenstift einschmieren.»

    Kleber für falsche Wimpern, eine Latexmilch, bildet ähnliche Strukturen. Dazu streicht man die Paste auf die Haut und reißt sie mit einer Gabel auf. «Wenn man das noch krustiger haben möchte, kann man Cornflakes reinmischen», rät Korpas. «Einfach in den Mörser oder zwischen zwei Servietten legen und mit dem Löffel draufklopfen.»

    Cornflakes? «Ja», antwortet der Profi-Maskenbildner. «Das wird auch bei uns so gemacht, wenn es ganz schnell gehen muss.» Künstliches Blut sei ebenfalls kein Profigemisch, sondern werde etwa aus Trauben- oder Erdbeersaft hergestellt. Damit das Kunstblut nicht so transparent wirkt, wird es mit etwas Kakaopulver gemischt.

    «Aber am besten ist es natürlich, wenn man Maissirup aus dem Supermarkt nimmt und mit Lebensmittelfarbe einfärbt. Das wird heute noch in Hollywood so gemacht - Kunstblut besteht zu 80 Prozent aus Glukose, die dann eingefärbt wird.»

    Wer seine Haut so mit blutigen Wunden übersäen möchte, sollte diese vor dem Schminken gut vorbereiten: «Ich würde auf alle Fälle die Haut entfetten», rät Korpas. «Und es ist ganz wichtig, nach der Feier das Make-up nicht abzureißen - dann reißt man nämlich auch ganz feine Flaumhärchen aus der Haut. Das ist unangenehm und fühlt sich wie ein Sonnenbrand an.»

    Am besten tragen Halloween-Gestalten das Make-up nicht allzu lange - vor dem Zubettgehen sollte sich der böse Mr. Hyde deshalb wieder in den guten Dr. Jekyll verwandeln.

    Vom Keltenfest zur Gruselparty

    Halloween wird am 31. Oktober gefeiert, dem Vorabend des Allerheiligentages (All Hallows Eve). Die Tradition, schauerlich grinsende Kürbisköpfe aufzustellen, hat ihren Ursprung in einem Fest der Kelten, dem Samhain («Ende des Sommers»). Samhain galt auch in der irischen Mythologie als Nacht der Begegnung zwischen Lebenden und Toten. Einwanderer aus Irland brachten Ende des 19. Jahrhunderts den Brauch in ihre neue Heimat USA mit. Halloween wird dort inzwischen mit Umzügen, gruseligem Schabernack und makaberen Partys gefeiert. Aus den USA kam der Brauch nach Europa zurück. So klingeln in Deutschland immer mehr als Hexen oder Zauberer verkleidete Kinder an den Türen und fordern Geschenke.

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