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    BerlinGefährliche Mischung: Private Technik für den Job nutzen

    Die Nutzung von privaten Geräten für dienstliche Zwecke ist zwar praktisch. In Sachen Datenschutz und Sicherheit lauern jedoch einige Fallstricke - sowohl für Unternehmen als auch für Arbeitnehmer.

    Mobiler Arbeitsplatz
    Mobiler Arbeitsplatz: Um ihren Job zu erledigen, müssen viele Berufstätige gar nicht mehr im Büro sitzen.
    Foto: Mascha Brichta - DPA

    Geschäftliche E-Mails abrufen, dienstliche Telefonate führen oder Daten aus dem Firmennetzwerk abrufen - für all das müssen Arbeitnehmer längst nicht mehr im Büro sitzen. Die moderne Technik macht es möglich, dass Nutzer auch von unterwegs oder zu Hause auf alles zugreifen können. Allerdings wird nicht jeder Arbeitnehmer von seiner Firma mit einem Dienstgerät ausgestattet. Deshalb kommen dafür häufig private Smartphones, Tablets oder Notebooks zum Einsatz.

    Laut einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom nutzen 40 Prozent der Arbeitnehmer zumindest gelegentlich eigene Geräte für die Arbeit. Die Vorteile liegen auf der Hand, zumindest für die Unternehmen: «Durch die bessere Verfügbarkeit von Daten entsteht eine höhere Produktivität der Arbeitnehmer», sagt Marc Fliehe, IT-Sicherheitsexperte beim Bitkom. Und Arbeitnehmer müssen sich zwischen beruflicher und privater Nutzung nicht groß umgewöhnen.

    Gleichzeitig entstehen für sie aber auch Nachteile: So lässt sich beim Großteil der Geräte und Betriebssysteme nicht verhindern, dass geschäftliche und persönliche Daten sich miteinander vermischen, sagt Matthias Ritscher vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT). Ein Beispiel dafür ist das Adressbuch im Smartphone.

    Die Verquickung von beruflichen und privaten Daten ist aber auch für Firmen ein Problem, vor allem aus Sicherheitsgründen. Oft sei für den Nutzer zum Beispiel gar nicht transparent, ob und wann eine Anwendung mit geschäftlichen Daten auf einem Gerät in Kontakt kommt, sagt Matthias Ritscher. Außerdem erfüllt eine App, die der Nutzer zum Beispiel für seine E-Mails verwendet, eventuell gar nicht die Datenschutz- oder Sicherheitsanforderungen des Unternehmens.

    Für Angreifer wird es dadurch unter Umständen leichter, in das Firmennetzwerk einzudringen und Daten zu stehlen. Unternehmen können ihren Mitarbeitern daher vorschreiben, nur getestete und freigegebene Apps und Programme zu nutzen. «Denkbar ist auch die Integration von Managementschnittstellen in Mitarbeitergeräte, um IT-Sicherheitsstandards durchzusetzen», sagt IT-Experte Matthias Ritscher.

    Unerwünschte Zugriffe auf ihr Gerät müssen Arbeitnehmer deswegen aber nicht befürchten. Denn das geht nur mit ihrem Einverständnis. «Auch wenn der Arbeitnehmer die ihm gehörenden Geräte für dienstliche Zwecke nutzt und dienstliche Daten auf den Geräten gespeichert sind, sind die Geräte dennoch Eigentum des Arbeitnehmers», erklärt Martin Hensche, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Berlin.

    Der Arbeitgeber darf übrigens auch nicht verlangen, dass private Geräte für die Arbeit genutzt werden. Vielmehr hat der Arbeitgeber grundsätzlich die Pflicht, die Mittel bereitzustellen, die ein Angestellter für seinen Job braucht. «Aufgrund dieser Pflicht zur Bereitstellung der Arbeitsmittel kann der Arbeitgeber im Allgemeinen nicht verlangen, dass der Arbeitnehmer dienstliche Telefonate mit seinem eigenen Smartphone führt», sagt Hensche.

    Einzige Ausnahme seien nicht vorhersehbare Eilfälle, in denen ein vom Arbeitgeber gestelltes Telefon nicht vorhanden ist, ein dienstliches Gespräch aber dringend geführt werden muss. «Der Arbeitnehmer muss in diesem Fall sein eigenes Handy benutzen, hat aber einen Anspruch auf Erstattung der Verbindungskosten», sagt Hensche. Eine weitere Ausnahme gilt, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer vertraglich darauf geeinigt haben, dass der Arbeitnehmer sein eigenes Smartphone oder Notebook für die Arbeit einsetzt.

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