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    KönigsseeFriedrich: Deutschlands jüngster Bob-Weltcupsieger

    Jung, zurückhaltend und kein Sprücheklopfer - Deutschlands jüngster Weltcupsieger im Bobfahren ist alles andere als ein Playboy, auch wenn er seit Saisonbeginn vom Männer-Magazin gesponsert wird. Der 22-jährige Francesco Friedrich aus Pirna ist die Ruhe selbst.

    Bob-Youngster
    Francesco Friedrich (r) feiert seinen Weltcupsieg mit Anschieber Jannis Bäcker.
    Foto: Thomas Eisenhuth - DPA

    «Ich will nur meinen Sport machen. Und da ist für mich jedes Rennen gleich, ich will immer nur mein Bestes geben», betont der Bob-Pilot vom SC Oberbärenburg, der seit seinem ersten Weltcup-Sieg am vergangenen Wochenende in Altenberg von seinen Freunden «Franz der Starke» gerufen wird.

    Für seine jüngsten Erfolge erntete der Juniorenweltmeister, der mit seinen beiden Siegen in Innsbruck das vierte deutsche Ticket für die Bob-WM in drei Wochen in St. Moritz sicherte, viel Lob. Selbst der erfolgreichste Pilot der Welt, André Lange, ist von Friedrichs Entwicklung begeistert: «Er macht seine Sache wirklich gut.» Und Cheftrainer Christoph Langen hat die Qual der Wahl, nachdem er nun schon drei Senkrechtstarter unter seinen Fittichen hat.

    2011 ging in seiner ersten Männer-Saison der Stern von Manuel Machata auf, der auf Anhieb Weltcup, Europa- und Weltmeisterschaft im Viererbob gewann. 2012 kam der Durchbruch von Maximilian Arndt, der in Lake Placid WM-Zweiter in der Königsklasse wurde und zudem noch Bronze im kleinen Schlitten gewann. 2013 steht bislang im Zeichen von Friedrich, der in Übersee mit drei dritten Plätzen im Weltcup bester Deutscher war, obwohl er nur durchs Hintertürchen dank des Verzichts von Thomas Florschütz ins Team kam.

    Der ehrgeizige Pilot vom BRC Riesa, der jahrelang als Kronprinz von Lange galt, wurde immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Im vergangenen Jahr legte er als Zweierbob-Europameister mit Kevin Kuske den Ruf des ewigen Zweiten ab und gewann trotz eines angebrochenen Wadenbeins noch EM-Bronze im großen Schlitten. «Die Leidenszeit ist vorbei. Ich bin mit dem Team auf dem Vormarsch. Unser Ziel heißt Sotschi. Das heißt aber nicht, dass wir nicht auch in diesem Winter erfolgreich sein wollen», betonte der 34 Jahre alte Florschütz, der mittlerweile seinen 12. Winter im Bob sitzt.

    Friedrich durfte bereits 2011 WM-Luft schnuppern, als er sich im Zweierbob ebenfalls über die Junioren-WM einen Startplatz für die Titelkämpfe in Königssee erkämpft hatte. Damals landete er mit Marko Hübenbecker auf Platz elf. Nun fährt er mit Anschieber Jannis Bäcker. Der 28-Jährige stemmt in der Kniebeuge-Dreier-Serie 190 Kilogramm, der viermalige Olympiasieger Kevin Kuske hat als Topwert 220 Kilogramm. «Jannis ist ein absolutes Juwel. Er und Francesco können zusammen die besten Starter der Welt werden, da bin ich mir absolut sicher», sagt der erfahrene Heimtrainer Gerd Leopold, der schon Harald Czudaj 1994 in Lillehammer zu Olympia-Gold führte.

    Seinen Shootingstar Friedrich lobt er in höchsten Tönen: «Er ist das größte Talent, das ich je in den Händen hatte. Bereits mit 22 Jahren übernimmt er Verantwortung für sein Team, ob bei der Organisation, beim Transport der Sportgeräte oder beim Training - er geht immer mit Vorbild voran. Er ist kein Sprücheklopfer, sondern was er sagt, danach handelt er auch.» Beim Weltcup am Wochenende in Königssee will Friedrich erneut aufs Treppchen im kleinen Schlitten.

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