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    VikersundFreund verpasst Podest knapp: Vierter bei Prevc-Sieg

    Bei der Flug-Gala von Doppelsieger Peter Prevc kam auch Severin Freund auf dem Monsterbakken von Vikersund trotz des knapp verpassten Podestplatzes auf seine Kosten.

    Vierter
    Severin Freund belegt in Vikersund nach dem ersten Sprung Rang vier.
    Foto: Terje Bendiksby - dpa

    «Es war ein extrem geiler Wettkampf und hat unheimlich viel Spaß gemacht», bilanzierte Freund mit einem zufriedenen Lächeln nach seinem vierten Rang beim Skiflug-Weltcup auf der größten Schanze der Welt.

    Mit Flügen auf 236,5 und 226,5 Meter unterstrich der Weltmeister von 2014 seine Weltklasse, auch wenn er wie seine Teamkollegen seit nunmehr fünf Wochen auf eine Podiumsplatzierung wartet. «Man sollte nicht alles schwarz malen. Severin ist nach wie vor ein absoluter Top-Flieger», sagte Bundestrainer Werner Schuster.

    Prevc, der in diesem Jahr WM-Gold geholt hatte, erwies sich mit 237 und 249 Metern als wahrer Champion. Der elfte Saisonsieg des Slowenen wäre noch viel deutlicher ausgefallen, hätte er bei der Landung nach seinem Finalsprung nur zweieinhalb Meter unter dem Weltrekord nicht in den Schnee greifen müssen. So lag er nur 7,4 Punkte vor dem Österreicher Stefan Kraft. Dritter wurde Andreas Stjernen aus Norwegen.

    Im Gesamtklassement baute Prevc, der am Vortag mit seinem 16. Karriereerfolg zum slowenischen Rekordsieger aufgestiegen war, seine Führung vor Freund auf 572 Punkte aus. Schuster stellte seinem Frontmann, der im Vorjahr an gleicher Stätte mit 245 Metern deutschen Rekord geflogen war, dennoch ein gutes Zeugnis aus. «Severin ist von Tag zu Tag besser ins Fliegen gekommen. Ich bin sehr zufrieden mit ihm», lobte der Coach.

    Grund zur Freude hatte aus deutscher Sicht auch Markus Eisenbichler. Der Weltcup-Rückkehrer flog im ersten Durchgang auf die persönliche Bestweite von 225,5 Meter und machte mit 218,5 Metern im Finale Rang 15 und damit sein bestes Saisonergebnis perfekt. «Das war ziemlich lässig», meinte Eisenbichler.

    Damit lag er sogar vor Richard Freitag, der als 17. erneut hinter den Erwartungen zurück blieb. Andreas Wank auf Rang 19 und Karl Geiger (28.), der mit 215,5 Metern einen persönlichen Rekord aufstellte, sammelten ebenfalls Weltcup-Punkte. Stephan Leyhe und Andreas Wellinger schieden schon in der Qualifikation aus. «Wir müssen einen methodischen Weg finden, dem einen oder anderen zu helfen», sagte Schuster.

    Freund, der zum Auftakt des Triple-Weltcups am Freitag nur Zehnter geworden war, hat das nicht nötig. Schon am Vortag hatte er bei der beeindruckenden Flugshow von Prevc, der mit 238,5 und 230 Metern dominierte, als Fünfter überzeugt. «Das war heute deutlich spaßiger als zuletzt», meinte Freund.

    Bei heftigem Rückenwind von bis zu vier Metern pro Sekunde verlängerte die Jury den Anlauf extrem, wodurch die Springer mit 105 Stundenkilometern auf den Schanzentisch zurasten. «Das war ganz schön zackig und teilweise krass», stellte Freund nach Flügen auf 230 und 216 Meter fest.

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