40.000
  • Startseite
  • » Flugausfall wegen Streiks: Kostenerstattung nicht immer ratsam
  • Aus unserem Archiv

    HannoverFlugausfall wegen Streiks: Kostenerstattung nicht immer ratsam

    In Frankreich, Portugal und Italien wollen Fluglotsen ihre Arbeit niederlegen. Stundenlanges Warten am Flughafen kann dann die Folge sein. Obwohl die Airlines keine direkte Schuld an den Umständen trifft, dürfen sie ihre Kunden nicht stehen lassen.

    Fluglotsenstreik in Frankreich
    Auch in Frankreich wollen die Fluglotsen streiken. Die Passagiere sollten sich dort auf Verzögerungen einstellen.
    Foto: Yoan Valat - DPA

    Fällt ein Flug wegen eines Streiks der Lotsen aus, hat der Passagier zwei Alternativen: Er darf sich das Geld für das Ticket zurückerstatten lassen, ohne dass er Stornogebühren zahlen muss. Normalerweise fallen Kosten an, wenn der Kunde vom Vertrag mit der Airline zurücktritt. Oder er überlässt es der Airline, ihn auf anderem Weg ans Ziel zu bringen. Viele Fluggesellschaften bevorzugten die erste Variante, hat der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover beobachtet. «Denn dann sind sie das Problem los».

    Er rät Verbrauchern, die Ersatzbeförderung zu wählen. Denn sonst zahlen sie schnell drauf. Außerdem hat die Airline in der Regel bessere Möglichkeiten, eine Alternative zu organisieren.

    Vor dieser Entscheidung dürften am Mittwoch und Donnerstag (29. und 30. Januar) viele Passagiere stehen, die einen Flug ins europäische Ausland gebucht haben. In zehn Ländern streiken an diesen Tagen die Fluglotsen. Deutsche Lotsen legen die Arbeit zwar nicht nieder. Die Einschränkungen in den betroffenen Ländern, vor allem in Frankreich, Portugal und Italien, wirken sich aber auch auf Flüge ab und nach Deutschland aus.

    Einen Anspruch auf Entschädigung - etwa wegen entgangener Urlaubsfreuden - haben die Passagiere nicht. «Streik, welcher Couleur auch immer, ist ein außergewöhnlicher Umstand», erklärt Degott. Und laut der EU-Fluggastrechteverodnung gibt es dann keinen Schadenersatz. «Aber die Fluggesellschaft muss alles tun, um die Streikfolgen abzuwenden.» Gibt es also eine Chance, dass eine Maschine trotz Streiks mit möglichst wenig Verspätung abhebt, muss die Airline sie nutzen - auch wenn das für sie teurer wird.

    Ist eine Verspätung oder ein Ausfall nicht mehr abzuwenden, muss sich die Fluggesellschaft um ihre Kunden kümmern. «Sie darf dann nicht einfach die Schalter schließen», sagt Degott. Passagiere haben Anspruch auf Essen und Getränke, meist erhalten sie dafür Gutscheine. Verschiebt sich der Flug auf einen anderen Tag, muss die Airline ein Hotelzimmer zahlen.

    Hinweise Lufthansa

    Hinweise Germanwings

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst
    Maximilian Eckhardt
    0261/892743
    Kontakt per Mail
    Fragen zum Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    • Lokalticker
    • Regionalsport
    • Newsticker
    Das Wetter in der Region
    Montag

    13°C - 23°C
    Dienstag

    15°C - 25°C
    Mittwoch

    17°C - 29°C
    Donnerstag

    16°C - 27°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    UMFRAGE
    Beim Jahrmarkt: Lieber sicher oder lässig?

    Die Sicherheitsstrategie auf der Bad Kreuznacher Pfingstwiese ist weniger streng als im letzten Jahr. Hunderttausende werden dort zum Jahrmarkt erwartet. Wie finden Sie das?

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!