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    BonnFlorettfechter lösen London-Ticket

    Es ist geschafft - und wie! Mit dem zweiten Weltcupsieg des Olympia-Jahres nahmen Deutschlands Florett-Stars Benjamin Kleibrink und Peter Joppich das London-Ticket fest in die Hand.

    Verpasst
    Peter Joppich verlor das Finale gegen den Russen Artem Sedow mit 13:15.
    Foto: Imre Foeldi - DPA

    Peking-Gewinner Kleibrink, der viermalige Einzelweltmeister Joppich und das Bonner Duo Sebastian Bachmann/André Weßels machten schon mit der Halbfinalteilnahme am letzten Qualifikations-Weltcup alles klar. Das 36:33 in der Vorschlussrunde beim 40. «Löwen von Bonn» gegen Weltmeister China und das 45:40 im Schlussgefecht über Europameister Italien waren beeindruckende Zugaben des WM-Dritten von 2011.

    «Der Fokus für London geht Richtung Team-Medaille», sagte Bundestrainer Ulrich Schreck bereits nach dem 43:39 im Viertelfinale gegen Russland. «Da muss man kein Blatt vor den Mund nehmen. Eine Medaille muss unser Ziel sein - sonst können wir gleich zu Hause bleiben.»

    Kleibrink blickte im Moment der Gewissheit auf eine schwierige Phase seines Sportlerlebens zurück. «Es war eine stressige Zeit. Aber seit La Coruna war's dann eigentlich klar - und das war sehr erleichternd», sagte der Linkshänder. Nach Rang zwei im Januar in Paris und dem Sieges-Coup von La Coruna im Februar war dem Schreck-Quartett Olympia nur noch theoretisch zu nehmen.

    Kleibrinks Comeback ist damit vorläufig gekrönt: Im April 2011 verunglückte er mit dem Motorrad, der London-Start schien in weite Ferne gerückt. Aber er und das Team bissen sich durch, fanden zu alter Stärke zurück und sind nach Carolyn Golubytskyi (Florett), Degen-Europameister Jörg Fiedler und den Säbelfechtern seit Sonntag ebenfalls in London vertreten.

    Das sichert drei Einzel-Startplätze, Kleibrink kann damit erneut nach Gold greifen. Für den WM-Zweiten Nicolas Limbach ging beim Säbelwettbewerb in Moskau mit Rang 33 die Serie von drei Weltcuperfolgen in Serie zu Ende. Fiedler reichte in Paris Rang 17, um sich in einer Zitterpartie für London zu qualifizieren.

    Die lange erfolgsverwöhnten Degendamen mit Olympiasiegerin Britta Heidemann und der zweimaligen Europameisterin Imke Duplitzer stehen vor dem Aus, den Florettdamen droht das gleiche sportliche Schicksal. «Das Wunder wird nicht passieren», sagte Fechter-Chef Gordon Rapp angesichts der Hypothek für Heidemann und Co.: In St. Maur (Frankreich) muss Deutschland am kommenden Wochenende das Finale erreichen und auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Klappt das nicht, wird es ganz eng: Beim kontinentalen Qualifikationswettkampf im April in Bratislava darf nur eine Deutsche starten - welche, muss noch entschieden werden.

    Joppich machte in Bonn vor, wie sich deutsche Fechter nach vorn pushen können. Noch am Donnerstag litt der Koblenzer an einer schweren Magenverstimmung und «kam fast die ganze Nacht nicht von der Toilette weg». Beirren ließ er sich auf der Planche nicht: Als Individualist wurde er erst im Finale (13:15) von dem Russen Artem Sedow vom zweiten Sieg um den «Löwen» nach 2006 abgehalten, in der Mannschaft riss er alle mit.

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