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    Indian WellsFederer und Asarenka siegen in Indian Wells

    Rekordsieg für Roger Federer, Premieren-Titel für Victoria Asarenka. Sowohl der Schweizer Weltranglisten-Dritte als auch der Branchenprimus aus Weißrussland kamen in den Finals des Hartplatz-Turniers von Indian Wells zu souveränen Siegen.

    Souverän
    Mit Schweizer Fahne und Pokal posiert Roger Federer in Indian Wells für das Siegerfoto.
    Foto: Paul Buck - DPA

    Federer ließ sich im Gegensatz zur Niederlage im Davis-Cup-Duell kein zweites Mal vom US Amerikaner John Isner überraschen und konnte nach einem 7:6 (9:7), 6:3 zum vierten Mal die Sieger-Trophäe in die Höhe strecken. Asarenka erteilte Maria Scharapowa in Kalifornien wie schon im Finale der Australien Open (6:3, 6:0) eine Lektion, gewann gegen die überforderte Russin 6:2, 6:3.

    «Es ist schon einige Zeit her, dass ich hier so erfolgreich war», betonte Federer. Zwischen 2004 und 2006 war er mit drei Titeln nacheinander zum kalifornischen Wüstenkönig aufgestiegen, in den Folgejahren jedoch dreimal im Halbfinale gescheitert. Auch diesmal deutete zunächst wenig darauf hin, dass der 30-Jährige zum «Rekord-Roger» avancieren und an den amerikanischen Dreifach-Champions Jimmy Connors und Michael Chang vorbei ziehen würde. Aufgrund einer Erkältung quälte sich Federer in der dritten Runde und im Achtelfinale gegen Milos Raonic (Kanada) und den Brasilianer Thomaz Bellucci jeweils zu Dreisatz-Siegen. «Ich bin mit der Einstellung reingegangen, dass ich nur gewinnen kann. Als Favorit habe ich mich nicht gesehen, da ich mich nicht gut gefühlt habe», so Federer.

    Dass er anschließend gegen Juan Martin del Potro (Argentinien), Dauerrivale Rafael Nadal (Spanien) und Isner nicht nur bestehen, sondern auch keinen Satz mehr abgeben würde, schien ihm zu diesen Zeitpunkt undenkbar. Umso glücklicher war der 16-malige Grand-Slam-Gewinner nach seinem verwandelten Matchball. «Ich habe die vergangenen drei Partien wirklich unglaublich gespielt, könnte nicht zufriedener sein - großartige Siege», resümierte er. Für Federer war es nach Rotterdam und Dubai bereits der dritte Turniererfolg des Jahres. Seit seiner Halbfinal-Niederlage bei den Australien Open gegen Nadal ist er unbesiegt und hat somit jene Kritiker vorerst verstummen lassen, die ihn schon ihm Herbst seiner Karriere und chancenlos gegen die jüngeren Nadal und Novak Djokovic wähnten. Er sei einfach nur glücklich und sehr stolz auf seine Leistung, so Federer.

    Während er den Erfolg eher ruhig genoss, schrie Asarenka ihre Freude lautstark heraus. Durch ihren Sieg gegen Scharapowa gewann die 22-Jährige auch ihr 23. Match sowie den vierten Titel des Jahres. «Ich hätte nie davon geträumt, dass ich mal so erfolgreich sein werde», gab sie sich selbst ein wenig überrascht. Und im Moment ihres Erfolges dachte Asarenka vor allem an den Turnierauftakt zurück, als sie in der zweiten Runde gegen Mona Barthel bereits vor dem Aus stand, letztlich aber mit 6:4, 6:7 (4:7), 7:6 (8:6) gewann. «Ich hätte hier gleich ausscheiden können, aber es ist halt das Wichtigste, dass du dann top spielst, wenn du nicht gut spielst.» Nach der Beinahe-Blamage gegen Barthel war die Weißrussin nicht mehr zu stoppen. In ihren folgenden vier Partien bis zum Finaleinzug gab sie nur 16 Punkte ab - einen weniger als in der dreistündigen Schlacht gegen die Schleswig-Holsteinerin.

    Und im Endspiel hatte Asarenka ihre Gegnerin Scharapowa ebenfalls jederzeit unter Kontrolle. Die größte Herausforderung waren für sie nicht die 87 Minuten auf dem Platz gegen die Weltranglisten-Zweite, sondern die anschließende Siegerehrung. «Oh mein Gott, die ist so schwer», meinte sie verblüfft, als der Veranstalter ihr die Kristall-Trophäe überreichte.

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