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    StuttgartEuphorieschub für Schalke durch Choupo-Moting

    Nach der beeindruckenden Fußball-Show von Eric Maxim Choupo-Moting blickte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt zuversichtlich auf das Alles-oder-Nichts-Spiel in der Champions League.

    Dreierpack
    Eric Maxim Choupo-Moting (r) war Schalkes Matchwinner. Roman Neustädter gratuliert.
    Foto: Daniel Maurer - DPA

    «Dieses 4:0 bringt Selbstvertrauen für Maribor», resümierte Heldt nach dem dritten Sieg in Serie in der Bundesliga. Angeführt vom dreifachen Torschützen Choupo-Moting feierte die Mannschaft von Trainer Roberto di Matteo beim VfB Stuttgart eine optimale Generalprobe für die millionenschwere Dienstreise zum letzten Gruppenspiel zu NK Maribor am Mittwoch (20.45 Uhr).

    In Slowenien wollen die Schalker zum dritten Mal nacheinander den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen. «In so ein K.o.-Spiel will man mit Selbstvertrauen gehen. Und wir können mit Selbstvertrauen da reingehen», verkündete der traumwandlerisch treffsichere Choupo-Moting nach seinem ersten Dreierpack in der Bundesliga. «Im Moment funktioniert es sehr gut. Es kann so weiter laufen.»

    Choupo-Moting war beim 4:0 (3:0) nicht zu stoppen. Dreimal (1. Minute/21./61.) verwandelte er eine Vorlage von Tranquillo Barnetta, der nur durch die Gelb-Sperre von Marco Höger erstmals in dieser Bundesliga-Saison in die Schalker Startelf gerutscht war. Zudem bereitete Choupo-Moting Max Meyers Treffer (10.) vor.

    «Choupo-Moting ist ein Mannschaftsspieler, er opfert sich für die Mannschaft auf», lobte Coach Di Matteo. «Er hat große Qualitäten. Er ist schnell, technisch sehr stark und er hat gezeigt, dass er auch einen Kopfball hat.» Für Heldt steht fest: «Choupo-Moting hat eine außerordentliche Qualität.»

    Eine Qualität der Schalker wiederum ist ihre Unberechenbarkeit im Sturmzentrum. Denn neben Choupo-Moting hat Di Matteo noch «Hunter» Klaas-Jan Huntelaar an vorderster Front, der in der vergangenen Woche beim 4:1 gegen den FSV Mainz 05 dreimal getroffen hatte. «Die gegnerische Verteidigung kann sich nicht auf einen Stürmer einstellen. Mit zwei Stürmern sind wir vorne unberechenbarer», fasste der italienische Coach die Vorzüge seines Luxus-Sturms zusammen. «Wir ergänzen uns gut», versicherte Choupo-Moting.

    Das galt gegen die Stuttgarter für die gesamte Schalker Mannschaft, die erst ihren fünften Bundesligasieg am Neckar feierte. Zielstrebig, gut organisiert und effektiv präsentierte sich Di Matteos Truppe. «Wir gewöhnen uns als Mannschaft immer mehr an das System des Trainers und investieren sehr viel Zeit dafür. Das zahlt sich langsam aus», erläuterte Verteidiger Jan Kirchhoff, der mit Roman Neustädter und Benedikt Höwedes eine sichere Dreierkette bildete. «Die Spieler fühlen sich wohl in dem System. Wir sind so kompakter, geben dem Gegner kaum Raum», erklärte Di Matteo.

    Für die Glanzlichter gegen konzeptlose und bei Standards überforderte Stuttgarter sorgten jedoch die Offensivspieler. Nicht zuletzt Barnetta. «Wenn ich Freistöße oder Ecken schlage, bin ich immer froh, wenn die Bälle im Tor landen. Aber dass ich heute gleich drei Tore vorbereitet habe, ist natürlich überragend», meinte der Schweizer.

    «Er hat seine Chance gepackt. Er ist ein sehr positiver Mensch, ich brauche eigentlich mehr Spieler wie ihn», beteuerte Di Matteo. Gegen Maribor kann er vielleicht auch wieder auf Sidney Sam und Felipe Santana zurückgreifen, wie Heldt wissen ließ. Und vielleicht kann sich Di Matteo dann auch wieder über Tore seines Parade-Sturms freuen - und den Einzug ins Achtelfinale der Champions League.

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