40.000
  • Startseite
  • » Ein bisschen Sport schadet nicht - Von der Rennstrecke auf die Straße
  • Aus unserem Archiv

    Reifen sindEin bisschen Sport schadet nicht - Von der Rennstrecke auf die Straße

    meistens - rund und schwarz. Dass sie mehr können als die Gummiauflage für schicke Felgen zu sein, wissen zumindest die Sportbegeisterten.

    Bei Rennsportveranstaltungen, sei es bei der Formel 1- oder bei einem 24-Stunden- oder VLN-Rennen, rücken die Pneus imme
    Bei Rennsportveranstaltungen, sei es bei der Formel 1- oder bei einem 24-Stunden- oder VLN-Rennen, rücken die Pneus immer wieder in den Fokus der Berichterstattung. Neben Mensch und Maschine müssen auch sie während eines Rennens Hochleistung bringen

    Setzt ein Hersteller zum Beispiel auf Sportlichkeit, wie beim C 63 AMG, müssen sich die Reifen - hier Dunlop SportMaxxRT
    Setzt ein Hersteller zum Beispiel auf Sportlichkeit, wie beim C 63 AMG, müssen sich die Reifen - hier Dunlop SportMaxxRT - sich entsprechend verhalten

    Bei Rennsportveranstaltungen, sei es bei der Formel 1- oder bei einem 24-Stunden- oder VLN-Rennen, rücken die Pneus immer wieder in den Fokus der Berichterstattung. Neben Mensch und Maschine müssen auch sie während eines Rennens Hochleistung bringen. Falls die Reifen schwächeln, sehen auch die besten Boliden und Fahrer alt aus. Es gilt, Grip und Haltbarkeit bei jeder Wetterlage und unter jeden Straßenbedingungen unter Beweis zu stellen.

    Die konstante Erbringung von optimale Performance, Haltbarkeit und Sicherheit ist für Michael Fett, Produktmanager bei Dunlop, die große Herausforderung an einen Rennsportreifen. „Es geht nicht nur um eine schnelle Runde, sondern um viele schnelle Runden, eine nach der anderen; deshalb ist Konstanz in der Leistung wichtig.“

    Der Reifenhersteller Dunlop gehört zu den Urgesteinen im Motorsport. Das Unternehmen hat unter anderem in Le Mans sowie in der Formel 1 Reifengeschichte mit seinen Produkten geschrieben. Nicht umsonst heißt auf dem Nürburgring eine Kurve „Dunlop-Kehre“. Zwar ist zurzeit kein erneutes Engagement in der Königsklasse zu erwarten, Dunlop nutzt aber wieder wie auch andere Reifenhersteller die Faszination des Motorsports fürs Markenimage und die Steigerung der Bekanntheit.

    Anders als zum Beispiel in der Formel 1, in der auf vorgeschriebenen Einheitsreifen gefahren wird, stehen die Reifenhersteller bei DTM, VLN oder 24-Stunden-Rennnen in direkter Konkurrenz zueinander. Ein solcher Rennreifen ist immer spezialisiert für verschiedene Bedingungen wie trockene und nasse Fahrbahn, unterschiedliche Temperaturen und Rennstreckencharakteristika. Für jeden Einsatzzweck gibt eine Spezialausführung mit entsprechender Mischung und Profildesign. „Solche Spezialisten dürfen nicht auf öffentlichen Straßen bewegt werden. Zum einen, weil es der Gesetzgeber verbietet, zum anderen weil zum Beispiel ein Slick, der optimal auf trockener Fahrbahn funktioniert, bei nassen Bedingungen ein Sicherheitsrisiko ist“, so Michael Fett.

    Unternehmen wie Dunlop leisten sich die Entwicklungsanstrengungen für den Rennsport nicht nur fürs Image. Die auf den Rennstrecken gewonnenen Erkenntnisse kommen den sportlichen Straßenreifen zugute. So verbessert bei Dunlop eine aus dem Rennsport abgeleitete Gummimischung die Haftung des Reifens auf trockener Straße ohne andere Eigenschaften wie zum Beispiel die Laufleistung einzuschränken. Dazu kommen Hightech-Materialien aus dem Motorsport: Spezielle Haftharze verbessern die Traktion durch Mikroverzahnung vom Reifen mit der Fahrbahnoberfläche. Das ergibt eine sehr starke Straßenhaftung, was wiederum Voraussetzung für sehr gut für extreme Beschleunigungs- und Bremsmanöver ist. Hochfeste sowie hitzebeständige Kunstfasern verhindern, dass der Reifen bei hoher Geschwindigkeit „wächst“ und dadurch die Aufstandsfläche kleiner wird sowie die Performance abnimmt. Durch die hochfesten Kunstfasern wird zudem die Reifendehnung bei Fliehkräften begrenzt, das ermöglicht eine konstantere Aufstandsfläche auch bei hohen Geschwindigkeiten.

    Ideal ist es natürlich, wenn Fahrzeughersteller schon früh die Reifenfachleute mit ins Boot holen. So beginnt die Entwicklung eines Reifens für die Erstausrüstung bereits Jahre vor dem eigentlichen Produktionsstart der Fahrzeuge. Seinen Anfang nimmt alles mit dem sogenannten Lastenheft. Darin stehen detailliert alle Anforderungen des Automobilherstellers an den zu entwickelnden Reifen. Dazu ist neben viel technologischem Entwicklungs-Know-how auch sehr viel Testerfahrung notwendig. Setzt ein Hersteller zum Beispiel auf Sportlichkeit und ein anderer ist eher auf Komfort ausgerichtet, müssen sich die Reifen entsprechend verhalten. Außerdem werden durch die enge Kommunikation zwischen Reifen- und Automobilhersteller Trends und Technologieanforderungen früh erkannt und fließen in die Produktentwicklung ein.

    Lohn der Anstrengungen sind Erstausrüstungsfreigaben. Diese sind gut fürs Geschäft: Wenn der Autofahrer mit den ab Werk gelieferten Reifen zufrieden war, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er beim Nachrüsten zur gleichen Reifenmarke greift. Ein positiver wirtschaftlicher Effekt, zumal diese Hochleistungsreifen keine günstigen Schnäppchen sind.

    Elfriede Munsch/SP-X

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    • Lokalticker
    • Regionalsport
    • Newsticker
    Das Wetter in der Region
    Donnerstag

    19°C - 28°C
    Freitag

    12°C - 24°C
    Samstag

    12°C - 20°C
    Sonntag

    12°C - 20°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    UMFRAGE
    Mehrwegsystem als Zukunftsmodell: Würden Sie dafür draufzahlen?

    Wer ein Getränk bei Rhein in Flammen kaufen wollte, musste den Koblenz-Becher oder das Koblenz-Glas dazukaufen. Hintergrund ist ein neues Mehrwegsystem der Koblenz-Touristik. Für zwei Getränke wurden da zum Teil 14 Euro fällig. Würden Sie der Umwelt zuliebe draufzahlen?

    UMFRAGE
    Vergiftete Eier – Was kommt jetzt auf den Tisch?

    Der Skandal um die mit Fipronil vergifteten Eier ist in aller Munde. Hat das Einfluss auf Ihren Speiseplan?

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!