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    Eifel"Eifelschreck": 5618 Flugkörper verließen die V1-Stellung in der Eifel

    Während es rechtsrheinisch kaum aktive Batterien gab, gab es in der Eifel vier Stellungen.

    Ein V 1-Nachbau auf der früheren Feuerstellung in Valygot in Nordfrankreich. Die Startrampe der hiesigen Anlage war identisch.
    Ein V 1-Nachbau auf der früheren Feuerstellung in Valygot in Nordfrankreich. Die Startrampe der hiesigen Anlage war identisch.
    Foto: Volker Pelz

    Die V1 (Fieseler Fi 103) war keine Rakete, sondern der erste militärisch eingesetzte Marschflugkörper, ein Vorläufer der heutigen Cruise Missile. Die „Fliegende Bombe“ mit Schubrohr hatte ein Länge von 7,7 Metern und eine Flügelspannweite von 5,3 Metern. Mit Sprengstoff gefüllt wog sie 2,2 Tonnen. Ein fahrbarer Dampferzeuger auf dem Hauptfundament sorgte für Unterstützung beim Startschub, der 400 Stundenkilometer betrug. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 700 Stundenkilometern, die Reichweite zwischen 250 und 280 Kilometern. Viele Flugkörper wurden jedoch von der Flakabwehr und alliierten Flugzeugen abgeschossen.

    Nach ihrem Einsatz gegen England zogen sich die V1-Batterien mit der Landung der Alliierten in der Normandie und deren Vormarsch ständig zurück. Ab 21. Oktober 1944 wurde in der Eifel von den vier Stellungen der 23. Batterie des Flakregiments 155 (W) mit Gefechtsstand bei Büchel erstmals die V1 auf Brüssel und dann auf den Antwerpener Nachschubhafen abgefeuert. Bis zum 5. Februar 1945 verließen 5618 Flugkörper die Stellungen von drei Batterien (21., 22. und 23.) in der Eifel. Mehr als 30 Prozent explodierten frühzeitig, zerstörten Gebäude, töteten Bewohner in den Dörfern oder stürzten als „Kreisläufer“ ab. Bei der Bevölkerung erhielt die V1 deshalb den Namen „Eifelschreck“.

    Rechtsrheinisch feuerte nach dem Rückzug nur die 22. Batterie in den Nutscheid-Wäldern zwischen Eitorf/Sieg und Ruppichteroth im Februar/März 1945 aus drei Stellungen. Bei Weyerbusch-Leuscheid (Kreis Altenkirchen) bezog die 23. Batterie im März 1945 für einige Tage die vier schon mit Geschützen ausgestatteten Stellungen. Doch ohne zu Feuern zog sich die Einheit vor den anrückenden US-Truppen zurück und sprengte die Anlagen teilweise.

    • Ein Standardwerk über den Einsatz der V1-Flugkörper haben Wolfgang Gückelhorn und Detlev Paul mit der Dokumentation „V1 - Eifelschreck“ (Helios Verlag) vorgelegt. Das Buch enthält auf 208 Seiten zahlreiche Zeichnungen und Tabellen, sowie detaillierte Besichtigungstipps. ISBN: 3-933608-94-5

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