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    BerlinDuelle der Cup-Sieger - Bayerisches Derby

    37 Titel, neun Cup-Gewinner, ein Ziel: Im zweiten Teil der 2. DFB-Pokal-Hauptrunde geht an diesem Mittwoch die geballte Pokalerfahrung ins Rennen. Denn von den 16 Teams haben neun den begehrten Pott schon geholt.

    Abwechslung
    Ex-Bayer Stefan Leitl freut sich auf das Duell seiner Ingolstädter mit der Fußballmacht.
    Foto: Armin Weigel. - DPA

    Alle eint das gleiche Ziel: Das Endspiel im Berliner Olympiastadion am 12. Mai 2012. Beste Aussichten auf den Sprung ins Achtelfinale hat Rekordsieger Bayern München.

    Der 15-malige Cupgewinner empfängt im bayerischen Derby den FC Ingolstadt (20.30 Uhr). Der Zweitliga-Letzte dürfte für das erfolgsverwöhnte Team von Coach Jupp Heynckes trotz der jüngsten Niederlage in Hannover eine dankbare Pflichtaufgabe sein. Ingolstadts Defensive ist mit 32 Gegentreffern die schlechteste in Liga zwei.

    Vier Ex-Bayern verdienen ihre Brötchen inzwischen bei den «Schanzern», darunter Kapitän Stefan Leitl und der zweimalige Nationalspieler Andreas Görlitz. «Wir sind krasser Außenseiter. Aber ich bin überzeugt, dass es für uns eine willkommene Abwechslung ist, gegen die großen Bayern zu spielen und aus dem Liga-Alltag rauszukommen», sagt Leitl.

    In zwei Partien stehen sich einstige Pokal-Gewinner gegenüber. Der fünffache Champion Schalke 04 gastiert beim Karlsruher SC (19.00 Uhr). «Wir müssen alle Kugeln, die wir im Revolver haben, verschießen», fordert KSC-Trainer Rainer Scharinger, «und die nötige Frechheit besitzen, den Cup-Verteidiger hier ordentlich zu fordern».

    Die zweite Begegnung zweier Cup-Sieger birgt größte Brisanz: Im Spiel von Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Kaiserslautern treffen Erzrivalen aufeinander. «Das ist ein Duell auf Augenhöhe. Wir treten gegen eine Mannschaft auf Bundesliga-Niveau an und müssen auswärts ran, das macht die Sache nicht leichter», betont FCK-Coach Marco Kurz. Absteiger Frankfurt liegt als Zweitliga-Zweiter auf Wiederaufstiegskurs. Eintracht-Stürmer Erwin Hoffer trifft auf seinen Ex-Club. «Ich freue mich auf einige Kameraden», sagt der 24-Jährige.

    Bereits vier Erstligisten mussten in der 1. Pokalrunde ihre Segel streichen. Durch das Duell Hannover 96 - FSV Mainz 05 wird mindestens ein weiterer hinzukommen. 96-Coach Mirko Slomka verzichtet vor der Partie auf den üblichen Hotel-Aufenthalt für seine Profis. «Nach den Beanspruchungen der letzten Zeit tut es allen gut, eine Nacht zu Hause schlafen zu dürfen», meint Slomka.

    Die große «Kohle» lockt vor allem die vermeintlich Kleinen. Beim Einzug unter die letzten 16 Teams winken mindestens 562 000 Euro Prämie. Das Potenzial für den großen Coup hat Holstein Kiel. Der Regionalliga-Spitzenreiter wies in der 1. Hauptrunde Energie Cottbus mit 3:0 in die Schranken. Nun bitten die «Störche» den MSV Duisburg zum Tanz. «Wir denken jetzt nur an den Pokal und wollen unbedingt weiterkommen», meint Verteidiger Bruno Soares.

    Schwieriger als für Kiel ist das Unterfangen für Rot-Weiss Essen. Der Pokalsieger von 1953 erwartet Bundesligist Hertha BSC. «Natürlich ist das eine Art Pflichtaufgabe. Aber man weiß trotzdem um die Gesetze im Pokal», warnt Herthas Pierre-Michel Lasogga. «Das Stadion an der Hafenstraße ist eine kleine Festung. Es wird ausverkauft sein und die machen da richtig Terz.» Der Angreifer spielte 2006/2007 für die B-Jugend der Westdeutschen und kennt sich deshalb bestens aus.

    Der 1. FC Nürnberg und der VfB Stuttgart müssen sich gegen Zweitligisten bewähren. «Ohne den FSV Frankfurt kommst du nicht ins Finale. Das ist ein Endspiel - so müssen wir da ran gehen», sagt VfB-Coach Bruno Labbadia. «Das ist ein wunderschöner Wettbewerb und wir wollen unbedingt in die dritte Runde kommen.»

    Das will auch Dieter Hecking. Seine Nürnberger sind bei Erzgebirge Aue in der Pflicht. «Wir werden uns den Allerwertesten aufreißen», verspricht Keeper Martin Männel. Und auch Trainer Rico Schmitt gibt sich kämpferisch: «Vielleicht werden sie uns unterschätzen. Mit den Fans im Rücken können wir etwas erreichen.»

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