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    DurbanDie drei Kandidaten im Kurzporträt

    Die Daten der Olympia-Bewerber München, Pyeongchang und Annecy beruhen auf dem Untersuchungsbericht des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Alle drei Kandidaten wollen die Winterspiele zwischen dem 9. und 25. Februar 2018 ausrichten.

    Werber
    DOSB-Generaldirektor Michael Vesper (l) und Münchens OB Christian Ude werben für München.
    Foto: DPA

    MÜNCHEN («Fest der Freundschaft»)

    Einwohnerzahl: 82 Millionen in Deutschland, 12,6 Millionen in Bayern, 1,4 Millionen in München

    Etats: 1,52 Milliarden Dollar für Organisation, davon 541 Millionen Dollar IOC-Garantie. 1,86 Milliarden Dollar für Investitionen

    Konzept: Eiswettbewerbe in München, Schneewettbewerbe in Garmisch-Partenkirchen, Kufenwettbewerbe am Königssee

    Wettkampfstätten: Sieben bestehende, zwei neue bei Wahlsieg, vier temporäre bei Wahlsieg

    Olympische Dörfer: Drei (in München, Garmisch-Partenkirchen und am Königssee). 80 Prozent der Sportler erreichen Wettkampfstätten in weniger als zehn Minuten, 20 Prozent in weniger als 30 Minuten

    Transport: Weitgehend bestehendes System mit Bahn und Straßen bei Flughafennähe zur Stadt, Verkehrsinvestitionen 741 Millionen Dollar

    Eintrittskarten: Kalkulation mit 1,7 Millionen verkaufter Tickets (89 Prozent), Preise Eröffnung 146 bis 925 Dollar, Normalwettbewerbe 21 bis 160 Dollar, Prime-Wettbwerbe 46 bis 593 Dollar

    Zustimmung: 60 Prozent in München, 53 Prozent in Bayern, 56 Prozent national

    Bewertung: Kompaktes Konzept mit München, Garmisch-Partenkirchen und Königssee unter weitgehender Nutzung bestehender Wettkampfstätten. Besondere Stärken: Große Erfahrung im Veranstalten von Großereignissen, Nutzung der olympischen Infrastruktur von 1972, ökologische Nachhaltigkeit, großer Sponsorenmarkt. Schwäche: Geringe Zustimmungsrate, die jedoch im vergangenen halben Jahr gewachsen ist.

    PYEONGCHANG («Neue Horizonte»)

    Einwohnerzahl: 51 Millionen in Südkorea, 1,5 in Provinz Gangwon, 45 000 in Pyeongchang und 230 000 in Partnerstadt Gangneung

    Etats: 1,53 Milliarden Dollar für Organisation, davon 513 IOC-Garantie. 6,3 Milliarden Dollar für Infrastruktur

    Konzept: Alpine und Kufenwettbewerbe in Pyeongchang, Eiswettbewerbe in Gangneung bei 20 Minuten Reisezeit zwischen den beiden Städten

    Wettkampfstätten: Fünf bestehende, zwei zu verbessernde, zwei neue auf jeden Fall, drei neue und eine temporäre bei Wahlsieg

    Olympische Dörfer: Zwei (in Pyeongchang und Gangneung, 80 Prozent der Sportler erreichen Wettkampfstätten in weniger als 10 Minuten, 20 Prozent innerhalb von 30 Minuten

    Transport: Stark auszubauendes System für Straßen und einer Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgehend von Seoul (Flughafen) mit hohen Investitionen für Bahn (3,4 Milliarden Dollar) und Straßen (697 Millionen Dollar). Entfernung Seoul-Pyeongchang 240 km

    Eintrittskarten: Kalkulation mit 1,6 Millionen verkaufter Tickets (81 Prozent), Preise Eröffnung 300 bis 1000 Dollar, Normalwettbewerbe 30 bis 150 Dollar, Prime-Wettbewerbe 100 bis 300 Dollar

    Zustimmung: 92 Prozent in Pyeongchang, 87 in Provinz Gangwon, 87 Prozent national

    Bewertung: Sehr kompaktes Konzept. Besondere Stärken: Schaffung eines Vermächtnisses für den Wintersport in Südkorea und Asien bei höchsten Zustimmungsraten. Bei zwei vorangegangenen erfolglosen Bewerbungen bereits hohe Milliarden-Investitionen in die Infrastruktur, große Sponsoren-Unterstützung. Schwächen: Sicherheitsproblematik durch Pyeongchangs Nähe zur Kriegsgrenze zum verfeindeten Nordkorea. Umweltproblematik durch das geplantes Fällen von 94 Hektar Wald.

    ANNECY («Schnee, Eis und Du»)

    Einwohnerzahl: 63 Millionen in Frankreich, 6,2 Millionen in der Region Rhone-Alpes, 150 000 in Annecy

    Etats: 1,85 Milliarden Dollar für Organisation, davon 478 Millionen Dollar IOC-Garantie. 2,5 Milliarden für Investitionen

    Konzept: Drei Zonen in Annecy, Chamonix und La Chusa/Le Grand Bornand für Schnee- und Eiswettbewerbe, dazu La Plagne (Kufen)

    Wettkampfstätten: Sechs zu verbessernde, eine neue auf jeden Fall, fünf neue und eine permanente bei Wahlsieg

    Olympische Dörfer: Vier (in Annecy, Chamonix, St. Jean de Sixt und La Plagne). 80 Prozent für Sportler erreichen Wettkampfstätten innerhalb von zehn Minuten.

    Transport: Genf (Schweiz) als zentraler Ausgangspunkt, von Italien durch den Mont-Blanc-Tunnel. Nur Annecy (40 km) und Chamonix (100 km) von Genf aus mit Bahn und Straße erreichbar, die übrigen Orte über Bergstraßen. La Plagne 140 km entfernt von Annecy. Verkehrsinvestitionen von 865 Millionen Dollar geplant

    Eintrittskarten: Kalkulationen mit 1,6 Millionen verkaufter Tickets (85 Prozent), Preis Eröffnung 129 bis 1170 Dollar, Normalwettbewerbe 26 bis 194 Dollar, Prime-Wettbewerbe 64 bis 1105 Dollar

    Zustimmung: 51 Prozent in Annecy, 63 Prozent in Region Rhone-Alpes, 62 Prozent national

    Bewertung: Keine Kompaktheit, dafür Streukonzept über eine ganze Reihe von Orten. Besondere Stärke: Winterspiele im Hochgebirge im Schatten des Mont Blanc. Große Erfahrung im Veranstalten von Großereignissen. Schwächen: Das Transportsystem mit schwieriger Erreichbarkeit der hoch gelegenen Wettkampfstätten, geringe Zustimmungsrate, große Vorbereitungsprobleme, bereits 1968 (Grenoble) und 1992 (Albertville) Winterspiele in Frankreich.

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