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    DHB-Frauen hadern mit 20:20 gegen Spanien

    Die deutschen Handballerinnen erleben gegen Spanien eine Achterbahnfahrt. Erst laufen sie permanent einem Rückstand hinterher, dann haben sie sogar die Chance zum Sieg. Am Ende steht ein Remis.

    Beste Deutsche
    Anne Hubinger (M) holt zum Torwurf aus. Fünf Treffer erzielte sie gegen Spanien.
    Foto: Bjorn Larsson Rosvall - dpa

    Göteborg (dpa). Nach der verpassten Krönung einer tollen Aufholjagd gegen Spanien war den deutschen Handball-Ladies nicht nach einem Freudentänzchen zumute.

    Wurfpech
    Spaniens Torfrau Silvia Navarro (r) kann den Siebenmeter von Svenja Huber (l) halten.
    Foto: Bjorn Larsson Rosvall - dpa

    Das 20:20 (9:12) im zweiten Hauptrundenspiel werteten die DHB-Frauen eher als Rückschlag im Rennen um die Halbfinaltickets bei der EM-Endrunde in Schweden. „Das fühlt sich wie ein verlorener Punkt an. Wir haben uns durch die vielen vergebenen Chancen selbst um den Sieg gebracht“, haderte Kerstin Wohlbold mit dem Ausgang des Handball-Krimis in Göteborg.

    Verletzt
    Isabell Klein liegt nach dem Zusammenprall mit einer Spanierin auf dem Spielfeld und hält sich die Nase.
    Foto: Bjorn Larsson Rosvall - dpa

    Ein von Svenja Huber 45 Sekunden vor dem Ende verworfener Siebenmeter kostete die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler am Montag gegen den EM-Zweiten von 2014 den möglichen Sieg und damit einen wichtigen Zähler. Vor dem abschließenden Hauptrundenspiel gegen EM-Gastgeber Schweden am 14. Dezember hat die Auswahl des Deutschen Handballbundes 5:3 Punkte auf dem Konto. „Wir haben zu viele Chancen vergeben, das hat sich am Ende gerächt. Wir hätten heute gewinnen können“, befand Rückraumspielerin Emily Bölk.

    Abwehr
    Spaniens Alexandrina Cabral (r) scheitert an der deutschen Verteidigung.
    Foto: Bjorn Larsson Rosvall - dpa

    Neben dem Punktverlust war der Ausfall von Isabell Klein zu beklagen, die kurz vor Schluss mit einer Gesichtsverletzung vom Parkett musste und noch lange nach dem Abpfiff behandelt wurde. Wie der Deutsche Handballbund später mitteilte, besteht bei ihr der Verdacht auf einen Nasenbeinbruch - damit droht das EM-Aus. Eine Untersuchung am fogenden Tag soll genauen Aufschluss über die Verletzung geben. Dann dürfte auch feststehen, ob Klein gegen Schweden dabei sein kann.

    Torwurf
    Anna Lörper hat sich gegen Spaniens Abwehr durchgesetzt und kommt zum Wurf aufs Tor.
    Foto: Bjorn Larsson Rosvall - dpa

    Der Bundestrainer hob nach der Achterbahnfahrt aber lieber das Positive hervor: „Wir haben wieder nicht verloren, das haben die Ladies richtig gut gemacht. Vor der Pause haben sie einige Chancen liegen gelassen, die zweite Hälfte war hingegen überragend.“

    Die deutsche Mannschaft fand in den ersten 20 Minuten überhaupt nicht ins Spiel. Vor allem im Angriff lief nichts zusammen. Huber warf gleich den ersten Siebenmeter neben das Tor, weitere klare Chancen wurden leichtfertig vergeben. Generell fehlte der Zug zum Tor, wie ihn die DHB-Auswahl noch beim 26:19 gegen Serbien im ersten Hauptrundenspiel gezeigt hatte.

    In der Abwehr standen die Biegler-Schützlinge zu weit von ihren Gegenspielerinnen entfernt. Vor allem Alexandrina Barbosa, die vor zwei Jahren noch für den Thüringer HC gespielt hatte, nutzte diese Lücken aus. Obwohl sich auch die Spanierinnen viele Fehler leisteten, setzten sie sich auf 10:5 ab (22.). Die deutsche Offensive wirkte in dieser Phase ratlos und führungslos - mit einer Ausnahme: Anne Hubinger hielt das Team mit vier ihrer insgesamt fünf Treffer vor der Pause im Spiel.

    Erst nach dem 9:14 wachte die DHB-Auswahl auf. Nun wurde intensiver verteidigt und vorne gingen die Bälle wieder rein. Beim 13:14 war die Partie wieder offen. Auch von einem erneuten 14:18-Rückstand ließ sich die deutsche Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen. Zwei Treffer ins leere spanische Tor von Kim Naidzinavicius und Torfrau Dinah Eckerle sorgten beim 20:19 (54.) für die erste deutsche Führung nach dem 2:1 - doch am Ende reichte es nicht zum vierten Sieg im fünften EM-Spiel. „Ich weiß nicht genau, ob wir einen Punkt gewonnen oder verloren haben“, sagte Torfrau Clara Woltering.

    Nach einem starken Beginn hatte die Dortmunderin vier Minuten vor der Pause entnervt Platz für Eckerle gemacht. Die 21-Jährige vom Thüringer HC war erst vor dieser Partie für Katja Kramarczyk (HC Leipzig), die bislang in vier Partien nur bei Siebenmetern auf dem Feld stand, ins EM-Team gerutscht und lieferte eine glänzende Premiere ab.

    DHB-Kader

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