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    DFB-Elf startet ohne Prinz - «Nicht in Topform»

    Mönchengladbach (dpa) - Birgit Prinz hat eine schöpferische Pause erhalten. Erstmals seit 26 Partien in Serie fehlte die Rekordnationalspielerin beim WM-Gruppenshowdown am Dienstag gegen Frankreich in der deutschen Startformation.

    Pause
    Birgit Prinz wird gegen Frankreich wohl von der Bank aus zuschauen.
    Foto: DPA

    «Es sprach dafür, dass sie momentan nicht in Topform ist. Das sieht sie genauso», sagte Assistenztrainerin Ulrike Ballweg anderthalb Stunden vor dem Anpfiff. Man wolle mit der stärksten Mannschaft beginnen.

    Doch der Verzicht auf die Spielführerin in der Partie in Mönchengladbach muss nicht das vorzeitige WM-Aus und damit das vorgezogene Karriereende der 33-Jährigen bedeuten. Bundestrainerin Silvia Neid hat der zuletzt enttäuschenden Prinz jedoch offenbar klar gemacht, dass ihr eine Auszeit nach den bisher gezeigten Leistungen und der folgenden Kritik der Medien gut täte. «Ich hatte ganz gute Gespräche mit ihr und wir sehen das beide ähnlich», hatte Neid vor dem Abschlusstraining am Montagabend die Einvernehmlichkeit betont. Statt der WM-Rekordtorschützin setzte die Bundestrainerin im Kampf um den ersten Gruppenplatz zunächst auf Inka Grings in der Sturmspitze.

    Bei der abschließenden Übungseinheit im Borussia-Park hatte Prinz so locker und befreit gewirkt wie zuvor ihre Trainerin im Mediengespräch. «Es ist der momentanen Situation geschuldet. Ich denke, dass sie eine Auszeit bekommt, um sie aus der Schusslinie zu nehmen», sagte Siegfried Dietrich, Manager ihres Clubs 1. FFC Frankfurt, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

    Einen Verzicht empfindet er keineswegs als Demontage der deutschen Rekordnationalspielerin, die in 214 Länderspielen 128 Tore erzielte. «Es ist auch eine Chance für sie, sich danach zu rehabilitieren. Ich bin sicher, dass sie im Viertelfinale wieder dabei ist. Und ich denke, sie kann der Mannschaft mit ihrer Erfahrung bei der WM noch helfen», sagte Dietrich, der der erfolgreichsten Fußballerin einen «würdigen Abschied» wünscht.

    Nach der WM ist Schluss, das hatte Prinz bereits weit vor dem Heim-Turnier angekündigt. Allerdings wollte sie ihre fünfte WM «einfach genießen» und am liebsten mit dem dritten Titel abtreten. Der Potsdamer Meistertrainer Bernd Schröder bewertet die Diskussion um die Fußball-Ikone anders als Dietrich. «Ich kann der Bundestrainerin nur raten, Birgit von Anfang an spielen zu lassen, sonst würde sie ihre Spielführerin so beschädigen, dass sie sie gleich nach Hause schicken kann», hatte Schröder im Fachmagazin «Kicker» (Montag) erklärt.

    Dass ausgerechnet jetzt alle auf Prinz «rumhacken» und zum «Sündenbock» erklären, mache ihn «wahnsinnig», so Schröder. Ob es noch ein Happy End für die in diesem Jahr in sechs Länderspielen torlose Prinz geben wird, ist schwer abzusehen.

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