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    HamburgDeutsche Gewichtheber forcieren Anti-Doping-Kampf

    Unmittelbar vor den Europameisterschaften im russischen Kasan vom 11. bis 17. April startet der Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) eine Anti-Doping-Initiative.

    Der BVDG möchte, dass künftig alle Trainingskontrollen von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) organisiert und beaufsichtigt werden und nicht mehr dem Gewichtheber-Weltverband (IWF) unterliegen. Damit soll für eine Unabhängigkeit der Kontrollen und Kontrolleure gesorgt werden, die bislang vom Weltverband an- und eingesetzt wurden.

    «Wir wollen so einheitliche und verbindliche Standards für alle Athleten erreichen und die Qualität der Tests erhöhen. Wir wollen ein objektives System», sagte BVDG-Präsident Claus Umbach der Nachrichtenagentur dpa. Grund sei die «konstante Dopinglast» unter den Athleten in den vergangenen Jahren, wie Vizepräsident Christian Baumgartner erklärte.

    Im vergangenen Jahr seien bei rund 1300 Kontrollen rund 50 Dopingsünder ermittelt worden. Zwei Drittel davon sind im Wettkampf und nur ein Drittel im Training überführt worden. «Eigentlich müsste es andersherum sein», sagte Baumgartner. «Die Trainingskontrollen sind nicht effizient.»

    Der deutsche Verband hat an alle nationalen Gewichtheber-Verbände geschrieben und sie von dem Vorhaben unterrichtet. «Wir haben unheimlich viel Zustimmung erhalten», sagte Umbach. Länder wie Russland oder China haben sich aber noch nicht gemeldet. Im EM-Ort Kasan wird die Initiative diskutiert. Bislang sind deutsche Anti-Doping-Vorstöße auf wenig Gegenliebe in den nationalen Verbänden gestoßen. So wurden in der Vergangenheit alle deutschen Vertreter aus den Führungsgremien des Weltverbandes gewählt.

    Bei den 90. Titelkämpfen in Kasan ist der BVDG mit fünf Männern und fünf Frauen vertreten. Olympiasieger Matthias Steiner verzichtet auf einen Start im Interesse einer langfristigen Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften im November. «Zuletzt hatten das Knie und der Oberschenkel gezwickt. Ich habe hart an der Grenze trainiert und gemerkt: Es ist doch zu viel», sagte Steiner. «Die EM bringt jetzt nichts.» Angeführt wird das Team vom früheren Europameister Jürgen Spieß (Speyer) und der U-23-Europameisterin Julia Rohde aus Görlitz.

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