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    HamburgDeutsche EM-Gewichtheber: Letzter Test vor Olympia-Quali

    Ein Jahr ist er her, dass Deutschlands Vorzeige-Athlet Matthias Steiner die Gewichtheber-Hantel endgültig in die Ecke gerollt hat. Seither sind eine Europameisterschaft und eine Weltmeisterschaft ohne den Olympiasieger über die Bühne gegangen. Zu feiern gab es kaum etwas.

    Superschwergewichtler
    Almir Velagic wiegt 145 Kilo.
    Foto: Armando Babani - DPA

    Das nächste kontinentale Championat beginnt am Samstag in Israel. Steiner wird von der Übertragung der Wettkämpfe wohl nichts mitkriegen. «Ich habe wenig Zeit, außerdem schauen wir schon wegen der Kinder nicht viel fern», sagt der Heidelberger, der einst 150 Kilo auf die Waage brachte. 32 Kilo hat er bereits abgespeckt, weitere Pfunde sollen fallen.

    Von derlei Begehrlichkeiten halten Steiners einstige Teamkameraden gar nichts. Um für die EM in Tel Aviv (5. bis 13. April) gerüstet zu sein, müssen sie nicht nur zentnerweise Eisen in die Höhe hieven, sondern auch selbst ein kapitales Gewicht auf die Waage bringen. Superschwergewichtler Almir Velagic beispielsweise wiegt 145 Kilo. «Wir peilen 150 an, damit sind wir konkurrenzfähiger», sagt Bundestrainer Oliver Caruso. Viel zu leicht war Robby Behm. Der Chemnitzer EM-Starter hat nach einem schlauchenden Bundeswehrlehrgang im Januar acht Kilo verloren. «Er hat auf die Tube gedrückt, aber noch nicht ganz das alte Gewichtsniveau erreicht», klagt Caruso.

    Velagic und Jürgen Spieß, die mit Steiner gemeinsam auf der Olympia-Bühne in London standen, sind nach langer Pause wieder dabei. Beide mussten wegen Operationen im vergangenen Jahr aussetzen. Für den ehemaligen Europameister Spieß ist es ein besonderes Comeback. Er hat seit Olympia keinen großen Wettkampf bestritten. «Jürgen hat noch nicht seine alte Stärke erreicht, aber er ist auf dem besten Weg», sagt Caruso. Dem 32-jährigen Velagic traut er dagegen eine vordere Platzierung zu. «Der Junge ist gut drauf», meint er begeistert.

    Caruso, Nachfolger von Frank Mantek als Chefcoach, setzt auf Rotation. Die jungen Athleten lässt er diesmal zu Hause. Sie durften bei der WM 2013 ran und kamen mit Bestleistungen heim. «Wir können nicht immer alle mitnehmen. Wir müssen sparen, das Budget setzt Grenzen», erklärt der Bundestrainer. «Aber zur WM im Oktober fahren wir mit voller Kapelle.» Das sind acht Männer. Dann steht schon Olympia auf dem Plan. Bei den Welttitelkämpfen 2014 und 2015 werden Punkte für die Nationenplätze in Rio 2016 vergeben. «Wir wollen mit drei Männern nach Rio, mein Traum sind aber vier», berichtet Caruso.

    Superschwergewichtler Alexej Prochorow (Speyer) und Tom Schwarzbach (Chemnitz), der erstmals in der höheren Kategorie bis 94 Kilogramm startet, vervollständigen das Männer-Quintett. Das Frauen-Team besteht aus der Suhlerin Yvonne Kranz und Nina Schroth aus Mutterstadt sowie der Karlsruherin Sabine Kusterer. Die zweimalige Olympia-Starterin Julia Rohde gibt ihrer beruflichen Ausbildung als Arzthelferin den Vorrang und trainiert wesentlich weniger als früher.

    Die Konkurrenz ist dezimiert. Aserbaidschan ist nach neun Dopingfällen im vergangenen Jahr nicht am Start, muss 500 000 Dollar Strafe zahlen. Überhaupt wurden 2013 mehrere Nationen entlarvt: Kasachstan (12 Fälle), Armenien (7), Usbekistan (7), Ukraine (5), Georgien und Rumänien (je 4). «Ich habe Hoffnung, dass die Kontrollen endlich greifen», sagt Caruso.

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