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  • Deutliche Worte ins Beratungsprotokoll schreiben

    Hamburg (dpa/tmn). In das Beratungsprotokoll schreiben Bankkunden am besten deutliche Worte. «Am besten vermerke ich mit einem ganz ausdrücklichen Satz, was mir wichtig ist», rät Achim Tiffe vom Institut für Finanzdienstleistungen in Hamburg.

    Dabei spiele es keine Rolle, ob für diese Anmerkungen auf dem Papier eine Zeile vorgesehen ist - oder nicht. Sätze wie «Das Geld soll für meine Altersvorsorge sein», «Die Anlage soll vor allem sicher sein» oder «Das Kapital soll in jedem Fall erhalten bleiben» bieten sich zum Beispiel an. Zur Not werden sie auf dem Rand oder mittendrin notiert.

    «Das gibt dann entweder Chaos bei der Beratung», sagt Tiffe - der Berater werde sich genötigt fühlen, bei seiner Empfehlung nachzubessern, weil es sonst hinterher Ärger geben könnte. Oder der Kunde sichert sich mit dem Satz gute Karten für den Fall, dass er aufgrund von Falschberatung gegen das ihm verkaufte Produkt vorgehen will. Denn dann widersprechen sich Produktempfehlung und der ausdrücklich vermerkte Wunsch des Kunden schwarz auf weiß.

    Verbraucherschützer wiesen in dieser Woche darauf hin, dass das seit Jahresbeginn verpflichtende Beratungsprotokoll für Anlagegespräche zu Wertpapieren in einigen Fällen missbraucht worden sei. Einer Verbraucherin sollte ein Immobilienfonds verkauft werden, obwohl sie zuvor mehrfach um eine sichere Geldanlage gebeten hatte, teilte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf mit. Stattdessen sei im Protokoll angekreuzt worden, dass auf Wunsch der Kundin vom zuvor ermittelten Risikoprofil abgewichen werde.

    Infos von der Verbraucherzentrale NRW: http://dpaq.de/VZ-NRW-Protokoll

    Institut für Finanzdienstleistungen Hamburg: www.iff-hamburg.de

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