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  • Das Leben durchs Opernglas: "Lissabonner Traviata" hat Premiere in Mainz

    Mainz. Oft, so sagt man, ergeben sich Ähnlichkeiten mit bestimmten Dingen, wenn man sich nur lange genug damit beschäftigt. Dass der Regisseur eines Theaterstücks mit seinem Protagonisten eine Gemeinsamkeit hat, ist dann aber wohl doch die Ausnahme. Vor allem, wenn es sich dabei um Schallplatten dreht.  

    In der „Lissabonner Traviata“ von Terrence McNally, die Oliver Blank als seine zwölfte Produktion in den Mainzer Kammerspielen mit Premiere am Donnerstag, 8. April, inszeniert, geht für den extravaganten Mendy nichts über die Musik der großen Maria Callas. Die Operndiva ist vergötterter Fixpunkt – entsprechend beginnt die Konversationskomödie auch mit der Suche nach der Schallplatte der Lissabonner Traviata.

     

    Was dann folgt, ist ein Gefühlschaos, wie es das Leben selbst schreibt: Kumpel Stephen (Armin Hauser), ein verbitterter Zyniker, der die Opern-Obsession Mendys teilt, wird von seinem Lebensgefährten verlassen, der scheinbar selbstbeherrschte Charakter droht zu zerbrechen. „Es ist der verzweifelte Versuch, eine sich auflösende Liebe festzuhalten“, sagt Blank. Dass es sich dabei um die Liebe zwischen Männern dreht, hält der Regisseur für nebensächlich und dann doch wieder für eine Besonderheit. „Das ändert ja nichts an der Qualität der Liebe.“

     

    Zur Musik, die im Leben der Figuren einen so hohen Stellenwert spielt – im Stück überraschenderweise weniger – gesellt sich eine Metaebene, auf der in jeder zwischenmenschlichen Interaktion auf Operninhalte referiert wird. „Wir sehen das Leben durch das Glas der Oper“, erklärt Ingo Graupner, der den Mendy gibt. So entstehen für Opernkenner je nach Bühnensituation, gewiss auch die ein oder anderen Schmunzler.

     

    Wie das Stück, das als Komödie beginnt und zum Ende hin immer mehr in Richtung Drama steuert, letztlich ausgeht, will Blank nicht verraten. Nur so viel gibt er preis: Es geht ähnlich zu wie bei der Oper „Carmen“.

     

    Was aber hat der Regisseur nun mit Mendy eigentlich gemeinsam? Es liegt fast auf der Hand: „Es war ein ganz schöner Akt, Klassik-Platten zu bekommen“, sagt Blank. Der Inszenierung hat dieser Umstand sicher keinen Abbruch getan. Giovanna Marasco

     

    Karten und weitere Termine unter Tel. 06131/225 002.

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