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  • Coach Berthold: Habe «mit offenen Karten gespielt»

    München (dpa). Die Rückkehr des deutschen Alpin-Damentrainers Mathias Berthold in seine Heimat Österreich war keine Nacht-und-Nebel-Aktion.

    «Ich habe von Anfang an mit offenen Karten gespielt», sagte der 44 Jahre alte Erfolgscoach in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung». Er habe «sofort» auch Wolfgang Maier, den Alpin-Direktor des Deutschen Skiverbandes (DSV), informiert. «Den Mädels hab ich es auch erzählt, zumindest denen, die es wissen wollten.» Doppel-Olympiasiegerin Maria Riesch habe ihn «immer wieder gefragt», erklärte Berthold, «deshalb hab ich das schon immer klar kommuniziert. Am 22. März hab ich mich dann entschieden. Die Nächte davor waren ganz schön schwierig.»

    Der Österreichische Skiverband (ÖSV) hatte Berthold als Nachfolger von Herren-Cheftrainer Toni Giger vorgestellt. Berthold war seit 2003 als Damen-Techniktrainer beim DSV tätig, im April 2006 wurde er Cheftrainer. Unter ihm fanden die deutschen Damen zurück in die Weltspitze und gewannen in Vancouver drei olympische Goldmedaillen.

    Maria Riesch hatte sich überrascht und enttäuscht zum Abschied von Berthold geäußert. «Das war ein Schock! Beim Weltcup- Finale hat er noch gesagt: 'Ich gehe nicht weg von euch'», sagte die 25 Jahre alte Skirennfahrerin aus Partenkirchen in der «Bild»- Zeitung. «Dass er nach sieben Jahren vor der Heim-WM in Garmisch geht, tut weh. Die Österreicher müssen ihm ein gutes Angebot gemacht haben.»

    Ausschlaggebend für seinen Wechsel war laut Berthold «die sportliche Herausforderung in Österreich und die Gewissheit, in Deutschland eine Mannschaft zu hinterlassen, die zwar noch besser werden kann, die man aber aufgrund der Erfolge als abgeschlossen betrachten kann». Die Mannschaft stehe «an einem Wendepunkt, da muss man jetzt andere Wege gehen», forderte Berthold.

    Personal vom DSV will der Coach nicht als Trainer-Assistenten mit nach Österreich nehmen. «Nein, das ist für mich kein Thema», versicherte Berthold und wies entsprechende Gerüchte zurück. Er gehe davon aus, dass Andreas Fürbeck (Speed-Trainer) und Christian Schwaiger (Techniktrainer) beim DSV bleiben. «Wenn die gehen würden, würde da alles zusammenbrechen», sagte der Österreicher. Dies würde er «den Mädels und dem DSV nicht antun».

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