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    LeipzigCalhanoglu bewirbt sich mit Zweier-Pack für Bundesliga

    Seit Wochen wird Hakan Calhanoglu mit dem SV Werder Bremen in Verbindung gebracht. Am 1. Juli wurde der Transfer des 18-jährigen Mittelfeldspielers sogar schon als perfekt gemeldet. Doch noch immer ist Calhanoglu in Karlsruhe.

    Und zum Auftakt der 3. Fußball-Liga wies der hochtalentierte Akteur gleich seine Klasse nach. Mit zwei traumhaften Freistoß-Treffern aus 25 Metern führte er den Karlsruher SC zum glücklichen Punktgewinn beim 2:2 beim 1. FC Heidenheim.

    Eventuell waren es die letzten beiden Treffer für Calhanoglu für Karlsruhe - und eines seiner letzten Spiele. Denn nachdem sich der Wechsel zu Werder Bremen schon seit Wochen hin zieht, haben sich zuletzt auch weitere Bundesligisten in Position gebracht. Der FC Bayern München bekundete Interesse, der VfL Wolfsburg schickte Scouts zum Drittliga-Auftakt. Auch einige türkische Vereine, etwa Bursaspor, waren mit Beobachtern in Heidenheim. Und sie sollten einiges gesehen haben, das ihnen bis zu drei Millionen Euro Ablöse wert sein sollte.

    Neben Calhanoglu glänzte am ersten Spieltag der 3. Fußball-Liga vor allem Zlatko Janjic vom SV Wehen Wiesbaden. Der Offensivspieler erzielte beim 3:1 (0:1) Heimsieg gegen den FC Rot-Weiß Erfurt einen lupenreinen Hattrick, seinen ersten überhaupt im Profi-Fußball. «Den letzten habe ich sicher noch in der Jugend erzielt», sagte Janjic. Trainer Peter Vollmann lobte den technisch versierten Linksfuß: «Zlatko hat einen enorm starken linken Fuß, kann aus vielen verschiedenen Positionen und auf viele Arten treffen.»

    Janjic, der bereits in der vorigen Saison als einer von wenigen bei Wehen Wiesbaden zu überzeugen wusste, kann auf eine Trefferquote verweisen, die ihn im Transferfenster bis zum 31. August noch für höherklassige Vereine interessant machen könnten. In 66 Spielen für Wehen Wiesbaden bringt er es nun auf 27 Tore. «Ich habe lange dafür gekämpft, dass Zlatko hierbleibt und freue mich, dass er das nun zurückgezahlt hat», sagte Vollmann.

    Wehen Wiesbaden ist zugleich auch erster Tabellenführer dieser Saison. Im Vorjahr waren die Hessen noch als Aufstiegsfavorit gehandelt worden, enttäuschten dann aber und mussten bis zum Ende der Saison gegen den Abstieg kämpfen. Dieses Jahr hat Wehen Wiesbaden die Bürde des Favoriten weitergereicht.

    Die haben nämlich nun vor allem die Zweitliga-Absteiger. Wie der Karlsruher SC gehen auch Alemannia Aachen und der FC Hansa Rostock mit weitgehend neu formierten Mannschaften in die Saison. So kam Aachen am Freitag im Auftaktspiel spät zum 1:1-Ausgleich bei Arminia Bielefeld. Rostock gelang ein schmeichelhafter 2:1-Auftaktsieg gegen Aufsteiger Stuttgarter Kickers. Trainer Wolfgang Wolf betonte den Vorteil der Schwaben: «Wir haben uns schwergetan. Man hat gesehen, dass die Stuttgarter Kickers sehr eingespielt sind.»

    Ein Vorteil, den auch Mannschaften wie Aufsteiger Hallescher FC zum Auftakt (1:0 gegen Kickers Offenbach) nutzten. So sagte auch Peter Vollmann: «Wir werden erst nach fünf, sechs Spielen seriöse Ansagen machen können, wo es diese Saison hin geht.»

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