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    DüsseldorfBrand: Kaum Zukunft als Handball-Bundestrainer

    Rücktritt aufgehoben oder nur aufgeschoben - über die Zukunft von Handball-Bundestrainer Heiner Brand nach dem 30. Juni wird weiter gerätselt. Nachdem sein Team bei der WM in Schweden mit Platz elf ein Desaster erlebte, wollte der Gummersbacher bereits alles hinschmeißen.

    Zurückhaltend
    Heiner Brand äußert sich skeptisch zu einer Zukunft als Handball-Bundestrainer.

    Nun aber bleibt er bis zum Ende der Europameisterschafts-Qualifikation in verantwortlicher Position. «Ich habe eine gewisse Verantwortung. Diese Lösung kann angesichts der in Kürze anstehenden EM-Qualifikationsspiele nur die einzige vernünftige sein. Da musst du deinen Egoismus hinten anstellen und die Verantwortung tragen. Was im Sommer kommt, habe ich bewusst offen gelassen», sagte Brand in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

    Er selbst glaubt derzeit nicht daran, über den 30. Juni hinaus am Spielfeldrand die Geschicke der Auswahl zu lenken. «Im Moment kann ich mir das weniger vorstellen. Aber deswegen haben wir uns ja bewusst diesen Zeitrahmen gesetzt. Einige Dinge sehen mit etwas Abstand anders aus. Ich weiß noch nicht, wie es im Sommer tatsächlich aussieht. Man soll solche Sachen nie ganz ausschließen. Warten wir mal ab», bemerkte der 58-Jährige, für den es im Deutschen Handballbund (DHB) mehrere Optionen der Weiterbeschäftigung gibt.

    «Einen Sportdirektor haben wir im Verband schon. Meine Tätigkeit wäre im Leistungssport angesiedelt. Wenn man Dinge für den Leistungssport tut, ist das keine Funktionärstätigkeit, sondern eine weiterentwickelte Trainertätigkeit. Es würde dann darum gehen, ein paar Dinge konzeptionell auf dem Weg zu bringen. Zum Beispiel den Nachwuchs noch besser auszubilden oder die Trainerausbildung zu optimieren. Aber das sind nur erste Gedankengänge», meinte Brand.

    Die von ihm seit Jahren geforderte Quotenregelung für deutsche Spieler in den Bundesliga-Clubs hält er für nicht realisierbar. «Wir werden darüber diskutieren, wo man was verbessern kann. Zum Beispiel im Bereich Ausbildung. Obwohl unsere jungen Spieler nicht schlechter als die aus anderen Nationen sind. Das behaupten die, die noch nie ein Junioren-Turnier gesehen haben», kritisierte der Coach.

    Öffentlich will sich Brand auch nicht an der Diskussion um eventuelle Nachfolger beteiligen. Da kursieren bereits Namen wie die der Weltmeister von 2007, Christian Schwarzer und Markus Baur:  «Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich halte beide für sehr qualifiziert. Aber Namen will ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren.»

    Mit einer erfolgreichen EM-Qualifikation will Brand in den nächsten Wochen seine Kritiker verstummen lassen, wobei er persönlich sein Image nicht ramponiert sieht. «Klar haben einige versucht, daran zu kratzen. Das ging zum Teil ins Persönliche, das hat mich gewundert. Eigentlich sollte man doch über fachliche Dinge reden. Da kam wenig. Aber wenn ich die Reaktion der Zuschauer beim Allstar-Game in Leipzig sehe, denke ich nicht, das mein Image Schaden genommen hat. Sportliche Rückschläge gehören dazu.»

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