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    MagdeburgBoll nach Magdeburg platt: Absage für Supercup

    Deutschlands Tischtennis-Star Timo Boll ist platt. Er zollte beim Heim-Weltcup in Magdeburg dem Kräfteverschleiß der Vorwochen Tribut. Der Top-Favorit landete nach einer deutlichen 1:4-Niederlage gegen den späteren Turniersieger und Weltmeister Wang Hao aus China auf Platz drei.

    Anstrengend
    Timo Boll wischt sich den Schweiß aus dem Gesicht.

    Einen Tag später zog Boll die Konsequenzen und sagte seinen Start beim European Super Cup am 2. und 3. November im russischen Jekaterinburg ab.

    «Nun bin ich wirklich platt, die letzten Wochen und Monate waren hart. Körperlich, aber auch mental muss ich aufpassen, um nicht in ein großes Loch zu fallen», begründete Boll die Absage auf seiner Homepage. Noch am Vortag wollte er mit dem Hinweis auf die sehr guten Verdienstmöglichkeiten («Wir müssen auch von irgendetwas leben») von einem Verzicht auf den mit 120 000 Dollar (86 000 Euro) dotierten Supercup nichts wissen. Jetzt sind knapp zwei Wochen Urlaub mit Konditionstraining für den 29-jährigen Linkshänder angesagt.

    Die bittere Pleite gegen Wang Hao, der in Magdeburg zum dritten Mal den mit 150 000 Dollar (108 000 Euro) dotierten Weltcup gewann, gab dem an Nummer eins gesetzten Europameister zu denken. «Wang Hao ist ein anderes Kaliber, er war nicht zu knacken. Ich habe das Maximale herausgeholt. Mein Kopf könnte jetzt eine Gehirnwäsche verkraften» kommentierte Boll die Niederlage gegen den chinesischen Champion.

    Sie beendete alle Hoffnungen des Weltranglisten-Zweiten auf seinen dritten Weltcup-Sieg nach 2002 und 2005. Im «kleinen Finale» um Platz drei hielt sich der Vielspieler mit 4:3 und letzter Kraft gegen den Japaner Jun Mizutani schadlos. «Ich weiß nicht, ob so ein Spiel sein muss. Der Weltverband kennt unseren Terminkalender. Da muss man auch an die Gesundheit denken», kritisierte Boll diese Ansetzung. «Timo agierte spielerisch gut, war aber nicht im allerfrischesten Zustand», sagte DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig.

    Der zweite deutsche Weltcup-Teilnehmer Dimitrij Ovtcharov kam beim Comeback nach seinem spektakulären Doping-Freispruch zum dritten Mal in Serie ins Viertelfinale. Der 22-Jährige genoss die Rückkehr in die Tischtennis-Familie, freute sich über den Zuspruch der Zuschauer und Mitspieler und verlor nur gegen die chinesischen Finalisten Wang Hao und Zhang Jike. «Ich habe wirklich gut gespielt, auch wenn ich den ungenutzten Möglichkeiten etwas nachtrauere», sagte der Team- Europameister.

    Nach der Absage von Boll reisen Ovtcharov sowie der EM-Zweite Patrick Baum und der EM-Dritte Christian Süß (beide Düsseldorf) zum Preisgeldturnier nach Russland. «Für mich als Spieler von Fakel Orenburg ist es fast ein Heimspiel», sagte der Russland-Legionär Ovtcharov.

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