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    Berlin Volleys zum fünften Mal deutscher Meister

    Friedrichshafen (dpa) - Nach einem Herzschlagfinale haben die Berlin Volleys den Machtwechsel im deutschen Volleyball zementiert. Das Team des australischen Trainers Mark Lebedew verteidigte beim Erzrivalen VfB Friedrichshafen ihren Titel und holte damit zum fünften Mal die deutsche Meisterschaft.

    Meister
    Die Berlin Volleys holten zum fünften Mal die deutsche Meisterschaft.
    Foto: Felix Kästle - DPA

    Mit dem hauchdünnen 3:2 (25:23, 25:22, 23:25, 22:25, 15:11) errang Berlin vor 3300 Zuschauern im vierten Finale den nötigen dritten Sieg in der Best-of-Five-Serie - fast hätte der Club aber eine 2:0-Satzführung noch verspielt. Nach dem prickelnden Gipfeltreffen endet hingegen für den Rekordmeister vom Bodensee und Coach Stelian Moculescu erstmals seit dessen Amtsantritt 1997 eine Saison titellos.

    «Ich bin stolz, Berlin zu repräsentieren», sagte ein überwältigter Lebedew. «Wir haben große Werbung für unseren Sport gemacht. Wir haben unsere Mission erfüllt», meinte der glückliche Volleys-Manager Kaweh Niroomand. Moculescu hingegen schäumte mit Blick auf die Leistung des Schiedsrichters. Die starke Darbietung der Berliner erkannte er aber neidlos an. «Glückwunsch, sie haben die ganze Saison dominiert», sagte der 62-Jährige und schob hinterher: «Jetzt mache ich erstmal Urlaub.»

    Spiel vier war der erwartete Krimi - spannend von der ersten Minute an. Zunächst konnte sich keines der beiden Teams im ersten Satz entscheidend absetzen, beim 21:18 lag der VfB dann erstmals deutlich in Front. Doch angeführt von Starspieler Robert Kromm kamen die Gäste heran. Friedrichshafens Kapitän Joao José machte zwar noch das verheißungsvolle 23:21 - danach gelang dem VfB jedoch kein Punkt mehr. Die Berliner, bei denen Diagonalangreifer Paul Carroll erneut in starker Form war, gewannen Satz eins mit 25:23.

    Keine Lust auf die erste titellose Saison seit 1997 - die Fans des Clubs vom Bodensee trieben ihre Spieler lautstark an. Die Mannschaft von Coach Lebedew bewahrte aber auch im zweiten Satz kühlen Kopf. Beim 19:14 schien der Abschnitt für die Volleys schon gewonnen, doch die Hausherren verkürzten noch mal. Am Ende fuhren Kromm & Co. auch den zweiten Durchgang mit 25:22 sicher ein.

    Der zwölfmalige Meister vom Bodensee erwischte in Abschnitt drei den besseren Start. 16:10 für den VfB lautete die Zwischenbilanz. Die Volleys steckten jedoch nicht auf und verkürzten. Moculescus Schützlinge holten den dritten Durchgang aber knapp mit 25:23.

    Der Thriller spitzte sich zu. Die Führung wechselte in Abschnitt vier munter hin und her. Dann setzte sich Friedrichshafen auf 22:19 ab und glich nach Sätzen aus. Die Berliner gingen fast schon spürbar geknickt in den Entscheidungsdurchgang. Nach einem 5:9 rappelten sie sich aber wieder auf und durften am Ende verdient jubeln.

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