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    FritzlarBei Nebel duftet die Sauerkrautfabrik

    Durch das hessische Fritzlar fahren derzeit täglich Traktoren mit Kohlköpfen, und bei Nebel riecht es nach Sauerkraut. Kein Wunder: Dort steht die wohl größte Sauerkrautfabrik der Welt. Sie hat derzeit Hochbetrieb.

    Sauerkrautfabrik in Fritzlar
    Derzeit geht es rund in der Sauerkrautfabrik in Fritzlar. Rund 33 000 Tonnen Weißkraut und 6 000 Tonnen Rotkraut werden pro Saison produziert. (Bild: Uwe Zucchi/dpa)
    Foto: DPA

    Kohlköpfe und Sauerkraut so weit das Auge reicht: In der Sauerkrautfabrik in Fritzlar - der angeblich weltweit größten ihrer Art - herrscht derzeit Hochbetrieb. Arbeiterinnen zerlegen den Kohl, der in Nordhessen so üppig angebaut wird wie nur in wenigen anderen Gegenden Deutschlands. Mit bis zu 250 Beschäftigten in der Saison ist das Werk der Firma Hengstenberg ein großer Arbeitgeber in der Stadt. Die wird manchmal mit der Nase darauf gestoßen, womit die Menschen ihr Geld verdienen. «Bei Nebel riecht es nach Sauerkraut», sagt die Erste Stadträtin Friedgard Trosse (CDU). An den Geruch jedoch habe sich die Stadt mittlerweile gewöhnt.

    Überall in der Stadt im Schwalm-Eder-Kreis begegnen einem derzeit Traktoren mit Kohlladungen. Die Hauptzeit für Sauerkraut und Rotkohl hat im August begonnen und dauert noch bis Weihnachten. Insgesamt werden pro Jahr rund 33 000 Tonnen Weißkohl und 6000 Tonnen Rotkohl von den Beschäftigten verarbeitet, von denen 80 Stammkräfte sind. Die Saison beginnt im Juli mit Gurken.

    «Das Kraut kommt hier aus der Gegend», erzählt Werksleiterin Sabine Arazi. Rund 30 Bauern aus einem Umkreis von rund 30 Kilometern bringen in diesen Tagen im Minutentakt große Anhänger voll mit Kohlköpfen - pro Tag rund 450 Tonnen. «Die Anbauer liefern die Ware nach einem Plan», erklärt Arazi. Das garantiere einen lückenlosen Arbeitsfluss. Sollte doch einmal eine Lieferung ausfallen, gibt es eine Ersatzladung auf einem großen Anhänger, der auf dem Fabrikgelände steht.

    Die Köpfe werden zunächst überprüft, bevor Arbeiterinnen mit dem sogenannten Anschnitt die grünen Blätter entfernen. Dann wird der Kohl von Maschinen klein geschnitten und in große Silos gepackt. 30 Stück davon gibt es in dem Betrieb für insgesamt rund 2000 Tonnen Kohl. Nach rund einer Woche Gärung, abhängig von den Temperaturen draußen, wird das Sauerkraut in bis zu zehn Liter große Konservendosen - zum Beispiel für Großbetriebe - sowie in Gläser oder Beutel gefüllt. Nach der Pasteurisierung geht es in ein Lager.

    Webseite der Firma Hengstenberg

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