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    MelbourneBefehl für Alonso: Ferrari will WM-Rache

    Vier Monate hat Ferrari geschmollt und getrauert, jetzt ist die Zeit der Revanche endlich da. Getrieben von der Wut über die WM-Pleite gegen Sebastian Vettel im Vorjahresfinale will Fernando Alonso in der neuen Formel-1-Saison endlich die Titel-Sehnsucht der Scuderia stillen.

    Revanche
    Fernando Alonso und die Scuderia Ferrari haben die Pleite aus dem Vorjahr noch nicht vergessen.
    Foto: DPA

    «Ich mag den Druck», beteuerte der Spanier vor dem Auftaktrennen in Melbourne und hatte dabei wohl den Befehl von Firmenchef Luca di Montezemolo im Ohr. «Dieses Jahr müssen wir gewinnen», forderte der Ferrari-Präsident unmissverständlich.

    «Ich bin sicher, wir werden bis zum Ende mit um den Titel kämpfen», versprach der zweimalige Weltmeister Alonso daher bei seinem ersten Auftritt in Australien. «Das Comeback der Ferrari» rief die «Gazzetta dello Sport» schon vor dem Saisonstart aus. Das Bemühen um Wiedergutmachung für die peinliche Taktikpanne von Abu Dhabi, die Alonso im letzten Rennen 2010 doch noch den schon sicher geglaubten WM-Triumph kostete, ist bei den Roten in jeder Sekunde spürbar.

    Fleißig spulte das italienische Traditionsteam vor der Saison die meisten Test-Kilometer ab. Zudem wurden bei den Konkurrenten Red Bull und McLaren die Strategen Neil Martin und Pat Fry abgeworben, die den glücklosen Chris Dyer ersetzen. Das Buhlen um Red Bulls Super-Designer Adrian Newey blieb dagegen erfolglos. Dennoch versicherte Teamchef Stefano Domenicali: «Ferrari ist bereit.»

    Genau das will Alonso schon in Australien beweisen. Im Vorjahr gewann er in Bahrain den Saisonauftakt. Am Freitag überzeugte er als Trainingsdritter. «Das erste Rennen ist immer wichtig für die Motivation des ganzen Teams», sagte der 29-Jährige. Hilfsdienste bei der Vettel-Jagd erwartet Alonso erneut von Teamkollege Felipe Massa. In der vergangenen Saison machte der Brasilianer trotz verbotener Teamorder in Hockenheim den Weg zum Sieg für Alonso frei. Dieses Jahr ist der Stallbefehl wieder erlaubt.

    Noch allerdings wehrt Alonso alle Fragen um die Rollenverteilung bei Ferrari routiniert ab. «Ich war weder im letzten Jahr die Nummer eins, noch bin ich es dieses Jahr», sagte der 20-malige Grand-Prix-Sieger und erklärte Massa zum Titelkandidaten. «Mein Ziel ist, dass meine Saison in jeder Hinsicht anders wird als 2010», betonte Massa.

    Doch der große Hoffnungsträger heißt natürlich wieder Alonso. «Ihm fehlt nichts, um ein neuer Michael Schumacher zu werden, der großartig war, der aber auch einen Ferrari fuhr, der beträchtlich besser als alle anderen war», schmeichelte Fiat-Patron di Montezemolo seinem Star. Der Wunsch ist klar: Alonso soll für Ferrari eine neue Erfolgsära wie einst Schumacher begründen, der fünf Titel in Serie für die Scuderia einfuhr.

    Der Asturier weiß um seine Bürde. «Ferrari ist eben anders. Jeder erwartet etwas Besonderes von dir», sagte Alonso. Die Firmenphilosophie hat er längst verinnerlicht. «Das Ziel ist immer, um die WM zu kämpfen. Das ist die Geschichte, der Antrieb von Ferrari.»

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