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    MünchenBayern in Dortmund ohne Topstars - «Null Einfluss»

    Beim Vorspiel vor 80 000 Zuschauern für das Champions-League-Finale lässt Bayern-Trainer Jupp Heynckes seine wertvollsten Wembley-Kräfte nicht mitmachen.

    Auszeit
    auch Franck Ribéry bekommt eine Pause.
    Foto: Andreas Gebert - DPA

    Im Bundesliga-Duell wird der bereits feststehende deutsche Fußball-Meister gegen Borussia Dortmund auf jeden Fall ohne die angeschlagenen Nationalspieler Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Arjen Robben und Franck Ribéry antreten, wie Trainer Jupp Heynckes am Freitag in München ankündigte.

    Er sei «zwangsläufig gezwungen, die Mannschaft zu verändern», berichtete Heynckes. Spiele wie ein Champions-League-Halbfinale in Barcelona «kosteten mental und physisch enorme Kraft». Ribéry, der beim 3:0-Sieg gegen den FC Barcelona einen Schlag aufs Knie erhalten hatte, habe sogar zwei Tage Trainingsverbot erhalten.

    «Ich gehe davon aus, dass auch der Kontrahent Dortmund in einer anderen Formation spielen wird als in Madrid», sagte Heynckes. «Aussagekraft» für das Spiel des Jahres am 25. Mai in London werde das Ligaduell ohnehin nicht haben, meinte Heynckes: «Das Spiel hat für mich null Einfluss auf das Champions-League-Endspiel.»

    Trotzdem würden beide Mannschaften sicherlich «bestrebt» sein, das Spiel zu gewinnen: «Das wird sicher ein gutes Bundesligaspiel.» Betrug am zahlenden Zuschauer sei der Verzicht auf einige Spitzenkräfte nicht, erklärte Heynckes: «Bei uns werden Gomez und Pizarro auf dem Platz stehen. Sind das etwa keine Topspieler?»

    Auf eine hitzige Atmosphäre im Stadion sind die Bayern - gerade auch wegen des Transfers von BVB-Star Mario Götze zur neuen Saison - vorbereitet. «Das hat Tradition in der Liga, dass Bayern München geliebt oder gehasst wird», sagte Heynckes. Die Rivalität mit der Borussia sei jedoch erfreulich: «Ich finde es gut, dass es in der Liga einen Konkurrenten gibt, der sich fast auf Augenhöhe bewegt.»

    Sportvorstand Matthias Sammer übermittelte vor dem Treffen in der Liga schon mal eine Kampfansage für das Königsklassen-Finale nach Dortmund. Der BVB habe den deutschen Rekordchampion in den letzten zwei Jahren «nur ärgern können, weil wir Fehler gemacht haben. Aber wir werden im Endspiel diese Fehler nicht mehr machen und deswegen werden wir auch gewinnen», sagte Sammer im Radiosender «Antenne Bayern».

    In London müsse man «den i-Punkt setzen», forderte der frühere Spieler und Trainer des BVB. Auch für ihn ist der Probelauf um Ligapunkte «nicht relevant» für das große Finale in drei Wochen. «Dementsprechend sehen wir das schon relativ gelassen.» Beim letzten Gastspiel in Dortmund war das noch ganz anders: Das 0:1 am 11. April 2012 war nicht nur die letzte Auswärtsniederlage der Bayern, sie bedeutete damals auch den K.o. im Kampf um die Meisterschaft.

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