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    Ballermann betreibt Frustabbau

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    Fast eine Stunde lang verteidigte der SC Idar-Oberstein (hier Christoph Lawnik, Michael Lehmann und Simon Maurer) am Bruchweg ein 0:0 gegen die 05-Amateure. Dann schlug Deniz Yilmaz zu. Dreimal. 
Foto: Bernd Eßling
    Fast eine Stunde lang verteidigte der SC Idar-Oberstein (hier Christoph Lawnik, Michael Lehmann und Simon Maurer) am Bruchweg ein 0:0 gegen die 05-Amateure. Dann schlug Deniz Yilmaz zu. Dreimal.
    Foto: Bernd Eßling

    Nur einer fehlte womöglich in der ausgelassenen Schar der 05-Amateure: Daniel Buballa. "Geht mal raus gucken, ob der noch die Linie rauf- und runterrennt", sagte Martin Schmidt. "Das war unglaublich, was der heute zusammengelaufen ist", lobte der Trainer seinen linken Verteidiger. Und nicht nur den: "Die gesamte Mannschaft hat ein großes Kompliment für diese Leistung verdient", sagte Schmidt nach dem 3:0 (0:0)-Sieg im Regionalligaspiel gegen den SC Idar-Oberstein. Und einer ragte ganz besonders heraus: Deniz Yilmaz.

    Riesenkompliment an Yilmaz

    Der Stürmer aus dem Profikader hatte Schmidt schon unter der Woche angekündigt, dass er, sollte er nicht mit nach Augsburg fahren, gerne für die Amateure auflaufen würde. "Das war für ihn heute Frustabbau", sagte der Trainer später. "Deniz konnte sich alles von der Seele ballern. Riesenkompliment an ihn."

    Dreimal schlug Yilmaz zu, alle drei Treffer erzielte er in der zweiten Halbzeit. Den Auftakt zu diesem Hattrick machte er in der 53. Minute, als er nach einem Pass von Shawn Parker in zentraler Position frei vor SC-Torwart Kornetzky auftauchte, diesen umkurvte und den Ball dann eindrückte. Gäste-Trainer Sascha Hildmann war überzeugt, dass es sich um eine Abseitsposition gehandelt hatte - möglicherweise hatte aber auch die Abseitsfalle des Aufsteigers nicht funktioniert; es wäre nicht das erste und nicht das letzte Mal am gestrigen Abend gewesen.

    Hintermannschaft auf der Flucht

    Yilmaz' zweiter Streich folgte in der 76. Minute: Eugen Gopko hatte von der linken Seite geflankt, die Abwehr der Gäste war, wie ein Tribünengast anmerkte, offenbar geflüchtet, und Yilmaz köpfte den Ball unbedrängt ins rechte Eck.

    Den dritten Treffer des Torjägers bereitete Jaineil Hoilett vor. Der eingewechselte Angreifer hatte sich links bis zur Grundlinie vorgearbeitet, seine Hereingabe wurde abgefälscht und landete bei Deniz Yilmaz, der keine Mühe hatte, seinen Hattrick zu vollenden (88.).

    45 Minuten lang den Stein gehöhlt

    "Steter Tropfen höhlt den Stein", kommentierte Martin Schmidt später die Leistung seiner Mannschaft. Vor der Partie hatte er seinen Akteuren gepredigt, dass sie notfalls viel Geduld würden aufbringen müssen, um diesen Gegner in die Knie zu zwingen. Bloß nicht wieder überstürzt agieren, in einen Konter laufen und am Ende als Verlierer dastehen - die Erinnerungen ans Hinspiel waren noch vorhanden. Dass die 05-Amateure zwar tatsächlich geduldig, vor der Pause aber zu wenig variabel agierten, es zu oft durch die Mitte und zu wenig über die Flügel versuchten, führte Schmidt auch auf die Spielweise des defensiv eingestellten Gegners zurück.

    "Wenn eine Mannschaft so steht, ist es nicht so einfach, immer die richtigen Räume zu finden", sagte der Schweizer. Zumal immer auch im Hinterkopf die Angst mitspielte, den Hunsrückern einen Konter zu ermöglichen. "Und wenn wir hier in Rückstand geraten, kannst Du gleich wieder den Artikel aus dem Hinspiel nehmen..."

    Drei herausgespielte Chancen brachten die Mainzer vor dem Seitenwechsel zustande. Benedikt Saller zwang Kornetzky in der siebten Minute zu einem klasse Reflex (im Gegenzug verhinderte Christian Mathenia per Fußabwehr das 0:1 durch den Ex-05er Robin Mertinitz). Shawn Parker scheiterte nach schöner Gopko-Vorarbeit aus der Distanz am SC-Keeper (20.), und Saller jagte den Ball kurz vor der Pause über das Idarer Tor.

    4-4-2 war effektiver

    "Wir sind zwar torlos in die Halbzeit gegangen, aber ich glaube trotzdem, dass diese erste Halbzeit den Grundstein gelegt hat", sagte Martin Schmidt. "Die Präzision hat gefehlt, aber der Druck hat den Gegner schon mürbe gemacht."

    Die Umstellung auf 4-4-2 nach der Pause und die Intensivierung des Flügelspiels, vor allem über Buballa, jetzt aber auch über den stärker werdenden Tobias Schilk auf der rechten Seite, taten ein Übriges. Und Deniz Yilmaz erledigte den Rest.

    Peter H. Eisenhuth

     

    Daniel Buballa (21) wird auch in der kommenden Saison für die 05-Amateure spielen. Der Vertrag des im Januar vorigen Jahres vom Oberligisten SV Roßbach/Verscheid an den Bruchweg gekommenen Linksverteidigers verlängerte sich aufgrund der Zahl der Einsätze in dieser Saison automatisch um ein weiteres Jahr. phe

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