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    MünchenALBA zum neunten Mal Pokalsieger - 67:65 gegen Bayern

    Nach dem neunten Pokalsieg der Vereinsgeschichte durch ein 67:65 (25:34) gegen Bayern München führte ALBA Berlins Kapitän Alex King ausgelassen die Feiersause des neuen Cup-Gewinners an.

    Pokalsieg
    Die Berliner Spieler jubeln über den Pokalsieg.
    Foto: Andreas Gebert - dpa

    «Das ist das schönste Geburtstagsgeschenk, das ich je bekommen habe», sagte der Basketball-Nationalspieler, der am Samstag 31 Jahre alte geworden war. Vor dem mit 79:76 gewonnenen  Halbfinale gegen Frankfurt hatten ihm die mitgereisten Berliner Fans schon ein Ständchen gesungen. Nach dem Sieg im Finale gegen Gastgeber Bayern München am Sonntag feierten sie King und das gesamte Berliner Team für den überraschenden Triumph beim Top Four.

    Layup
    Jordan Taylor mit einem Korbleger, Münchens Alex Renfroe (r) kommt zu spät.
    Foto: Andreas Gebert - dpa

    Bester Werfer bei den Berlinern war vor 6500 Zuschauern im ausverkauften Audi Dome Elmedin Kikanovic mit 19 Punkten. Bei den Bayern kam Bryce Taylor auf 14 Zähler. «Das ist großartig für den ganzen Club», sagte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi. «Titel sind es, worum es geht, und dieser tut sehr gut.»

    Am Korb
    Der Münchner John Bryant (l) geht mit dem Ball zum Korb.
    Foto: Andreas Gebert - dpa

    «Wir haben unsere Chance in der ersten Halbzeit versäumt. Wir waren ein bisschen passiv, deshalb ist Berlin wieder ins Spiel gekommen. ALBA hat verdient gewonnen», meinte Bayern-Coach Svetislav Pesic im BR-Fernsehen. «Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft verloren. Unser Jungs können keine Worte finden.»

    In der Klemme
    Die Münchner Anton Gavel (r) und Dusko Savanovic (l) nehmen Jordan Taylor von ALBA Berlin beim Kampf um den Ball in die Zange.
    Foto: Andreas Gebert - dpa

    Die Bayern hatten sich am Vortag in einem phasenweise hochklassigen Halbfinale gegen den deutschen Meister Brose Baskets Bamberg mit 86:79 durchgesetzt. ALBA gegen Frankfurt dank eines Dreiers von Jordan Taylor 1,1 Sekunden vor dem Ende besiegt.

    Zuschauer
    Der ehemalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß verfolgt das Final-Spiel.
    Foto: Andreas Gebert - dpa

    Das Spiel um Platz drei zwischen Bamberg und Frankfurt war am Sonntag zuvor abgesagt worden, weil das Parkett wegen einer defekten Heizungspumpe unter der Hallendecke zu nass war. Die Veranstalter entschieden deshalb aus Gründen der Sicherheit für die Spieler, die Partie abzusagen.

    Sieger-Selfie
    Die Berliner Spieler machen nach Spielende ein Selfie vor ihrem Fanblock.
    Foto: Andreas Gebert - dpa

    Zwischenzeitlich stand sogar die Austragung des Endspiels auf der Kippe. Bis kurz vor Beginn der Partie wurde das Parkett immer wieder gewischt. Provisorisch war unter dem Hallendach ein Eimer angebracht worden, der das Wasser auffangen sollte. Die Absage des Finales hätte für die BBL einen immensen Image- und auch Kostenschaden bedeutet.

    Verloren
    Während sich im Hintergrund die Spieler von ALBA freuen, lassen die Münchner ihre Köpfe hängen.
    Foto: Foto: Andreas Gebert - dpa

    So aber bekamen die Zuschauer im Audi Dome, unter ihnen Bayerns Ex-Präsident Uli Hoeneß und Fußball-Sportdirektor Mattias Sammer, einen packenden Pokal-Fight geboten. Die beiden Erzrivalen schenkten sich von der ersten Sekunde an nichts. Es war ein vielversprechender Aufgalopp in die Bayern-ALBA-Festspiele.

    Trost
    Nihad Djedovic (r) tröstet nach Spielende seinen Münchner Teamkollegen Deon Thompson.
    Foto: Andreas Gebert - dpa

    Innerhalb von zehn Tagen treffen die beiden Basketball-Schwergewichte vier Mal aufeinander. Nach dem Pokal-Endspiel folgen zwei Achtelfinalpartien im Eurocup und dazwischen am kommenden Sonntag das Aufeinandertreffen in der Liga.

    Am Sonntag konnten sich die Bayern kurz vor der Pause erstmals absetzen. Nachdem die Berliner das erste Viertel mit 13:11 für sich entschieden hatten, zogen die Gastgeber im zweiten Abschnitt das Tempo an. Mit 23:12 holten die Münchner den Durchgang, auch weil sie jetzt besser aus der Distanz trafen. Bryce Taylor und Dusko Savanovic sorgten für eine 32:23-Führung, zur Pause stand es 34:25.

    Im dritten Viertel hatte das Starensemble von der Isar zunächst weiter alles im Griff. Doch dann gelang den Bayern fast vier Minuten lang kein Korberfolg. Eine Schwächephase, die ALBA zu einem 11:0-Lauf nutzte und plötzlich mit 41:38 vorne lag. So war im Schlussviertel wieder alles offen.

    Bayern setzte sich zunächst wieder auf fünf Punkte ab, doch ALBA blieb immer dran und ging in Führung. Ein Dreier von Dragan Milosavljevic zum 65:58 schien 95 Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung zu sorgen, Dusko Savanovic schaffte 29 Sekunden vor dem Ende ebenfalls per Dreier aber wieder den Ausgleich für die Bayern. Zum Matchwinner wurde dann Milosavljevic, der 5,6 Sekunden vor dem Ende für ALBA traf.

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