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    BonnAbzocke am Telefon: Senioren sollten misstrauisch sein

    Wenn es um Abzocke am Telefon geht, lassen Betrüger sich immer wieder etwas einfallen: Länger bekannt ist der sogenannte Enkeltrick, bei dem ein angeblicher Verwandter - oft ein Enkel - anruft, behauptet in Not zu sein und dringend Geld zu brauchen.

    Telefonbetrug
    Beim Enkeltrick gaukeln Betrüger ihren meist betagten Opfern am Telefon vor, ein naher Verwandter - etwa ein Enkel - zu sein. 
    Foto: Rolf Vennenbernd - dpa

    Recht neu ist die Masche, dass Kriminelle sich als Polizeibeamte ausgeben. Sie berichten ihren Opfern von angeblichen Einbrüchen in der Nachbarschaft, überzeugen es, Wertsachen einem «Polizeibeamten» zu übergeben oder Geld auf ein Konto ins Ausland zu überweisen. Wenn bei einem solchen Anruf die 110 als Absender im Display erscheint, sollten bei Senioren alle Alarmglocken schrillen, sagt Ursula Lenz von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen. «Das ist eine Notrufnummer, von der aus nie telefoniert wird.»

    Außerdem: Wenn die Polizei etwas mit einem zu besprechen hat, kommen die Beamten in der Regel persönlich vorbei, erklärt Lenz. Außerdem würden Behörden wie Polizei, Staatsanwaltschaft oder ein Gericht keine Zahlungsaufforderungen per Telefon aussprechen, sondern immer nur per Post. «Generell, wenn am Telefon persönliche Daten wie etwa die Kontoverbindung abgefragt werden, sollte man die keinesfalls herausgeben», warnt Lenz. Am besten lassen Senioren sich gar nicht auf das Gespräch ein und beenden es so schnell wie möglich, auch wenn es ihnen schwerfällt, vermeintlich unhöflich zu sein.

    Wenn sich angebliche Verwandte melden und Senioren das Gefühl haben, es stimmt etwas nicht, erbitten sie am besten Bedenkzeit - wenn nötig auch vehement, betont Lenz. Dann können sie unter Umständen bei anderen Familienmitgliedern nachfragen, ob die geschilderte Situation plausibel ist und der vermeintliche Angehörige tatsächlich in der Klemme steckt. Sinnvoll ist auch, sich über das Vorgehen Notizen zu machen und die Polizei zu kontaktieren, rät Lenz.

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