Umfrage zur OB-Wahl: Ebling vorne, Beck holt auf
Mainz - Die Mainzer OB-Wahl wird mit höchster Wahrscheinlichkeit durch eine Stichwahl entschieden.
Michael Ebling, sozialdemokratischer Bewerber um das Amt des Oberbürgermeisters, wird dann dabei sein. Sein Kontrahent könnte der Grünen-Politiker Günter Beck sein. Der CDU-Bewerber Lukas Augustin hingegen muss um den Einzug in die Stichwahl bangen.
Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer repräsentativen Meinungsumfrage von Professor Gregor Daschmann vom Publizistischen Institut der Universität Mainz in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Forum im Auftrag der Mainzer Rhein-Zeitung und des Südwestrundsfunks.
500 Mainzer befragt
Bei der Personenumfrage sprachen sich von 500 telefonisch befragten Mainzern 37 Prozent für Ebling, 32 Prozent für Beck und 21 Prozent für Augustin aus."Eine Stichwahl ist damit extrem sicher", analysiert Daschmann, Leiter des Institutes für Publistik, die Ergebnisse der repräsentativen Studie, die sich auf Angaben einzelner Personen und nicht auf Haushaltsbefragungen stützt. Dass nach dem Urnengang am 11. März SPD-Bewerber Ebling weiter im Rennen ist, hält Daschmann für nahezu gesetzt. Und: "Die Chancen für Günter Beck, in die Stichwahl zu kommen, sind deutlich größer als die von Augustin."
Publizistik-Chef Daschmann prophezeit aber, dass die Wahl spannend bis zum Schluss bleibt. Denn immerhin 33 Prozent der Befragten, sind noch nicht entschlossen. "Um diese wird es nun gehen."
Augustin ist CDU pur
Ein Grund für das mäßige Abschneiden Augustins: "Er sammelt bisher fast nur die Stimmen klassischer CDU-Wähler ein", analysiert Professor Daschmann. 60 Prozent der befragten CDU-Anhänger haben sich für ihn ausgesprochen. Aus anderen politischen Lagern hat der 52-Jährige lediglich 13 Prozent bekommen.
Bessere Werte kann Ebling verzeichnen: 72 Prozent der SPD-Anhänger wollen ihn wählen. Aber auch 25 Prozent der Nicht-SPD-Wähler wünschen sich den Sozialdemokraten als neuen Oberbürgermeister.
Noch deutlicher in fremden Wählerlagern fischt Günter Beck. Bei den Grünen erreicht der amtierende Oberbürgermeister eine Zustimmung von 63 Prozent. Allerdings wollen ihn auch 30 Prozent als OB haben, die sonst nicht die Grünen wählen. "Beck profitiert von seinem Amtsbonus als Bürgermeister", erklärt Daschmann die hohe Zustimmung bei Nicht-Grünen-Anhängern. "Er kann sich als macher und Entscheider profilieren." Thomas K. Slotwinski
























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