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Nürburgring: Formel 1-Angebot liegt auf dem Tisch - Freizeitpark soll kleiner werden

Mainz/Nürburgring - Der Freizeitpark an der Formel-1-Strecke Nürburgring gilt als zu groß. Die Ring-Betreiber wollen ihn verkleinern, um die Pacht zahlen zu können. Rund 140 Stellen sollen wegfallen, in 59 Fällen geht es um Kündigungen.

dpa

Der Freizeitpark am Nürburgring soll nicht nur im Winter abgespeckt werden. "Die nicht rentablen Betriebsteile werden geschlossen", sagte der Sprecher der Nürburgring Automotive GmbH, Karl-Heinz Steinkühler, am Dienstag in Mainz. Das Ringwerk, der Boulevard, das Event-Center und die Arena würden voraussichtlich nicht mehr ständig offen sein, und der Schwerpunkt solle mehr auf Automobil liegen als bisher. Von dem geplanten Abbau von rund 140 Stellen seien nur 59 reine Kündigungen, bei den übrigen liefen Verträge aus. Mit der Achterbahn "Ringracer" kalkuliert die NAG nach Angaben des Sprechers derzeit nicht mehr.

Thema Pacht

Der Nürburgring wird nach Ansicht der Pächter in der reduzierten Form "hochprofitabel" sein. "Die NAG kann die Pacht erwirtschaften", sagte der Sprecher. Die Betreiber hatten zwischenzeitlich geringere Pachtzahlungen für 2012 und 2013 gefordert - in den beiden Jahren soll die Höhe nämlich steigen. Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) lehnte dies ab, hielt aber ein Nachjustieren in den Verträgen für möglich, falls es nicht um die Pacht geht. In der kommenden Woche ist nach Angaben aus dem Infrastrukturministerium ein Treffen zwischen dem Minister und den Betreibern geplant.

Thema Entlassungen

Die Ankündigung von Entlassungen am Ring hatte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Die SPD brachte daraufhin eine Neuausschreibung der Verträge ins Gespräch, falls die NAG es nicht schaffe, die Pacht zu erwirtschaften. "Der Nürburgring fährt nicht gegen die Wand", sagte Steinkühler. Vor einigen Wochen hatten die NAG-Manager Kai Richter und Jörg Lindner der Belegschaft ein neues Konzept vorgestellt mit dem Schwerpunkt Auto statt Rummel. Geplant ist unter anderem eine Ausstellung von Rennwagen mit Exklusivnutzung für bestimmte Besitzer an 20 Tagen im Jahr.

Thema Ringracer

Der "Ringracer" als schnellste Achterbahn der Welt sollte vor rund zwei Jahren starten, rollt wegen fehlender Genehmigung aber immer noch nicht. Die frühere SPD-Regierung hatte den Ring mit 330 Millionen Euro ausgebaut. Vor allem im Winter herrscht dort Besuchermangel.

Thema Formel 1

Für die Zukunft der Formel-1-Rennen in der Eifel liegt nach Angaben der Betreiber ein Vorschlag auf dem Tisch. Die Beteiligung des Landes Rheinland-Pfalz sei von rund 13,5 Millionen auf unter 10 Millionen Euro gesunken, sagte Steinkühler. Die Ring-Betreiber hätten im Auftrag des Landes drei Gespräche mit Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone geführt. Der Vorschlag werde nun mit Minister Lewentz besprochen. Lewentz hatte Mitte November von Vorbereitungen gesprochen.

Von Marc-Oliver von Riegen und Christian Schultz, dpa

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Leserkommentare (2)

1
von eifler vom 14.12 - 09:07 Uhr
dem ist nichts hinzuzufügen - außer: bei 4 Millionen Einwohnern in RP ist jede Familie mit 2 Kindern mit 350 Euro bei diesen Freizeitpark dabei. ...

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