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Land gibt kein weiteres Geld an Nürburgring

Mainz (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzische Landesregierung will den Privatbetreibern am Nürburgring angesichts des Konflikts über die Pacht zunächst kein zusätzliches Geld zahlen. «Es gab keine Frage an uns, ob wir frisches Geld hineingeben müssen in das Unternehmen», sagte Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) am Montag nach einem Treffen mit den Managern der Nürburgring Automotive GmbH in Mainz. Die Privatbetreiber wollen wegen Besuchermangels einen Teil der Freizeitanlagen am Ring längerfristig schließen und 92 Stellen streichen. Ringmanager Jörg Lindner zeigte sich aber zuversichtlich, die wirtschaftlichen Ziele in diesem Jahr zu erreichen.

Roger Lewentz
Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD). Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv
DPA

Lewentz betonte, das Land habe «hohes Interesse (...), dass die Mitarbeiter dort beschäftigt bleiben können». Land und Betreiber streiten weiter über die Pacht. Die unterschiedlichen Standpunkte sollten juristisch geprüft werden bis zu einem weiteren Gespräch im Februar, sagte der Minister. Er hoffe, dass ein Mahnverfahren über ausstehende Zahlungen gütlich geregelt werden könne. Lewentz verteidigte die Zahlung zweier unverzinslicher Kredite in Höhe von rund acht Millionen Euro 2011 an die größtenteils landeseigene Nürburgring GmbH. «Natürlich müssen wir auch ein Stück weit zwischenfinanzieren.»

Der Minister will die Formel 1-Verhandlungen zur Chefsache machen. Die Geschäftsführung habe den Wunsch an ihn herangetragen, dass er die nächsten Gespräche mit Formel 1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone führen solle.

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