Fans sollen Lockruf des edlen Blechs erliegen - wenn die Behörden mitspielen...
Geht das Konzept der NAG auf, werden sich einerseits die begrenzten Zeiten zur Nutzung der Nordschleife durch Privatfahrer jenseits der Renntage und der Tests durch den Industriepool zugunsten eines elitären Zirkels verknappen. Andererseits könnten alle Fans hochwertiger Sportwagen etwas davon haben:
Es gibt offenbar die Vision, den Boulevard auf Sicht mit einer Art rennsportorientiertem „Meilenwerk“ zu bereichern: Die edlen Flitzer sollen möglichst sichtbar im Boulevard geparkt, gewartet und startbereit gemacht werden – als Anziehungspunkt für alle Liebhaber solcher Wagen.
Es soll bereits Überlegungen für eine Reihe von Glasgaragen geben – als durchsichtige Safes für die rollenden Kostbarkeiten. Aus dem bislang meist öden Boulevard würde dann Deutschlands nobelstes Parkhaus – mit der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt vor der Tür. Die NAG hofft offenbar, dass wegen dieser Kombination den edlen Fahrzeugen rasch entsprechende Dienstleister und auch auf solche Wagen spezialisierte Händler folgen werden.
Kenner der Szene am Ring bescheinigen dieser Idee einer Ring-Variante der Meilenwerk-Konzeption, dass sie dem Markenkern des Nürburgrings deutlich mehr entspricht als viele andere dort in Beton gegossene oder in den Sand gesetzte Visionen.
Sie werden aber auch aufmerksam beobachten, ob sich die Geschäftsidee umsetzen und der mit Landesgeld gebaute Boulevard umwidmen lässt. So soll das lange Gebäude entlang der Start- und Zielgeraden des Rings aufgrund von Planungsfehlern aus der Ära Kafitz bislang nicht so belüftbar sein, wie das für diese Nutzung nötig wäre.
Mit Spannung wird zudem erwartet, wie sich die Kreisverwaltung Ahrweiler als Genehmigungsbehörde zu den Plänen stellt. Das Verhältnis zwischen NAG-Führung und Landrat Jürgen Pföhler, gilt spätestens seit den Kontroversen um die nach wie vor nicht für den Betrieb freigegebene Achterbahn „ring racer“ als belastet.























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