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Der Völkermord

Der Völkermord (Genozid) in Ruanda forderte 800 000 bis eine Million Tote. All diese Menschen wurden zwischen Anfang April und Mitte Juli 1994 ermordet. Ein Regimewechsel nach einem Bürgerkrieg beendete die Massaker.

Getötet wurden vor allem Angehörige der Tutsi-Minderheit. Es traf aber auch Hutus, die versuchten, die Mordbanden aufzuhalten - und mit ihrem Leben dafür bezahlten. Die Tutsis galten in Ruanda lange als privilegierte Elite.

Im heutigen Ruanda gelten offiziell keine Unterschiede der Volksgruppen mehr. Faktisch beherrscht die Tutsi-Elite unter Präsident Paul Kagame aber das Land. Die aktuelle Geschichtsschreibung geht weder auf Hutu-Opfer noch auf Tutsi-Verbrechen ein.

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