Das sagt die CDU: Nürburgring-Projekt der Landesregierung ist eine große Wundertüte
Zu aktuellen Meldungen über geschönte Besucherzahlen und geplante Schließungen am Nürburgring erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht: „Das Nürburgring-Projekt der Landesregierung ist eine große Wundertüte. Leider ist der Inhalt allerdings weniger wunderbar als vielmehr wundersam. Und immer wenn man glauben könnte, der Skandalzenit sei endlich erreicht und die Tüte endlich leer, zeigt sich, dass sie einen doppelten Boden hat, unter dem sich weitere wundersame Neuigkeiten verbergen.
Offensichtlich sind für viele traditionelle Veranstaltungen am Nürburgring von der landeseigenen Nürburgring GmbH über Jahre hinweg manipulierte, weit überhöhte Zuschauerzahlen veröffentlicht worden, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Die Landesregierung hat die Öffentlichkeit bei Kurt Becks Lieblingsprojekt wohl von Anfang an mit viel zu hohen Zuschauerzahlen über den wirklichen Ist-Stand getäuscht und damit den Maßstab für die Beurteilung der Zukunftsperspektiven verfälscht. Vor diesem Hintergrund stehen die aus Steuergeldern vollzogenen Investitionen in Höhe von über 350 Mio. Euro in ganz neuem Licht da.
Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie nun Klarheit schafft und die Verantwortlichen benennt. Insbesondere stellt sich die Frage nach den Aufsichtsgremien, zumal in der Öffentlichkeit schon früh immer wieder Zweifel an den publizierten Zahlen geäußert wurden. Das hätte hellhörig machen müssen. Der heutige Finanzmister Kühl war als Wirtschaftsstaatsekretär Mitglied des Aufsichtsrats der Nürburgring GmbH und zugleich stellvertretender Vorsitzender der Investitions- und Strukturbank. Er muss sich ebenso kritische Fragen stellen lassen wie der lange für den Nürburgring zuständige frühere Wirtschaftsminister und heutige SPD-Fraktionsvorsitzende Hering. Wenn über Jahre Besucherzahlen geschönt wurden, ist kaum glaubhaft, dass beide davon nichts gewusst haben wollen.
Am Nürburgring sind Plan A („Nürburgring 2009“) und Plan B („Zukunftskonzept Nürburgring“) offensichtlich gescheitert. Trotz millionenschwerer Investitionen sind Schließungen zu Lasten der Arbeitnehmer angekündigt. Die Landesregierung muss jetzt endlich das lange angekündigte tragfähige Konzept vorlegen, das nicht auf Dauer den Motorsport schädigt. Der Betrieb der neuen Freizeiteinrichtungen muss jetzt vom Motorsport getrennt werden, damit der Motorsport endlich eine Chance erhält.“























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