Beck ließ sich Flug von Partymanager bezahlen
Mainz - Ein Partymanager hat dem rheinland-pfälzischen Regierungschef Beck in seiner Zeit als SPD-Chef einen Flug bezahlt. Dabei ging es um den Besuch einer Veranstaltung in Hamburg. Die CDU fordert eine Erklärung.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat sich vor rund drei Jahren einen Flug von Partymanager Manfred Schmidt bezahlen lassen. Die Mainzer Staatskanzlei bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des Magazins "Stern". Die Kosten für einen Charterflug Berlin-Hamburg habe die Firma von Herrn Schmidt getragen, sagte Vize-Regierungssprecher Christoph Gehring auf Anfrage.
Dabei handelte es sich nach "Stern"-Angaben um einen Flug im Privatjet von Berlin nach Hamburg zum "Arcandor Media Get Together" für Beck und zwei Sicherheitsbeamte mit Kosten von 3927 Euro.
Beck war damals nach Angaben des Vize-Regierungssprechers als SPD-Chef bei einer Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin, die zeitlich nicht kalkulierbar gewesen sei. Schmidt habe Beck darum gebeten, nach Hamburg zu kommen.
Die weiteren Flüge - am gleichen Tag morgens von Hamburg nach Frankfurt und dann von Frankfurt nach Berlin sowie am Folgetag von Hamburg nach Frankfurt - habe der SPD-Parteivorstand bezahlt. Der Vize-Regierungssprecher betonte in seiner Stellungnahme, Beck habe Manfred Schmidt niemals privat getroffen, und es habe keine geschäftlichen, privaten oder gar politischen Beziehungen gegeben.
Die rheinland-pfälzische CDU forderte eine Erklärung. "Sollte Beck für sich und seine Begleiter Einladungen in dieser kostspieligen Höhe angenommen haben, so könnte es Vorteilsnahme im Amt gewesen sein", teilte CDU-Generalsekretär Patrick Schnieder mit. Die CDU-Landtagsfraktion sprach von einer "möglichen problematischen Begünstigung" und richtete eine Anfrage an die Landesregierung.
egen Partymanager Schmidt wird in einem anderen Zusammenhang wegen des Verdachts der Bestechung ermittelt. Schmidt hatte eine Lobby-Veranstaltung namens Nord-Süd-Dialog in Niedersachsen organisiert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Kontext mit dieser Veranstaltung auch gegen den früheren Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker.























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