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  • 3. Liga sonnt sich im Erfolg - Sorge um Attraktivität

    Leipzig (dpa). Die 3. Liga sonnt sich im Erfolg, sucht aber nach Lösungen gegen einen drohenden Attraktivitätsverlust: Gut besuchte Stadien und eine starke Fernsehpräsenz in den dritten Programmen und der ARD belegen eine positive Resonanz auf die 3. Fußball-Liga.

    Eineinhalb Jahre nach deren Einführung kündigen sich aber auch Sorgen in Form aufstrebender Ausbildungsteams der Bundesligisten an. «Wir wissen, dass eine weitere Erhöhung von zweiten Mannschaften uns vor Probleme stellen wird. Es wird die Attraktivität leiden und das wird sich auf Zuschauerzahlen, TV-Zeiten und Vermarktung negativ auswirken», erklärte Helmut Sandrock, zuständiger Direktor des Deutschen Fußball- Bundes (DFB), und kündigte an: «Insofern müssen und werden wir uns des Themas mit Kollegen der Deutschen Fußball-Liga annehmen.»

    Nach den derzeitigen Drittligisten Werder Bremen II, Borussia Dortmund II, dem VfB Stuttgart II und dem FC Bayern München II drängen sechs weitere zweite Mannschaften aus den Regionalligen nach oben. «Nach derzeitigem Stand, das möchte ich noch einmal deutlich machen, ist es nur eine zweite Mannschaft, nämlich die des 1. FC Nürnberg, die sich auf einem Aufstiegsplatz befindet», sagte Sandrock beschwichtigend.

    Noch aber freuen sich die Funktionäre des DFB und der Clubs über ihr Erfolgsprodukt. «Die Vereine haben in der ersten Saison der 3. Liga beispielsweise im Bereich Ticketing und Sponsoring höhere Einnahmen erzielt als sie ursprünglich geplant hatten. Ein wichtiges Element für die Vermarktung ist dabei die hohe Fernsehpräsenz der 3. Liga, die für die Eigenvermarktung der Vereine die beste Voraussetzung schafft», bilanzierte Sandrock. Auch in sportlicher Hinsicht hat die 3. Liga die Erwartungen des DFB erfüllt. «Wir fühlen uns weiter in der Tendenz bestätigt, dass die 3. Liga ein Stück näher an die 2. Bundesliga herangerückt ist», sagte der DFB-Direktor.

    Trotz der guten Vermarktungschancen ist in finanzieller Hinsicht nicht alles eitel Sonnenschein in der Liga. Größtes Sorgenkind ist der FC Carl Zeiss Jena. Mitte Dezember hatte der Verein eine Liquiditätslücke für die Rückrunde von 947 000 Euro bekanntgegeben und musste sein Tafelsilber verscherbeln. Der Club verkaufte die Rasenheizung im Ernst-Abbe-Sportfeld für 350 000 Euro an die Stadt. Für die Finanzklemme sind nach Meinung von Geschäftsführer Michael Born hausinterne Probleme verantwortlich. «Ich denke, dass die Situation in Jena nichts mit der allgemeinen Situation der 3. Liga zu tun hat», meinte er. Ausschlaggebend sei die Insolvenz des Hauptsponsors gewesen, aber auch Planungsfehler in der Vergangenheit seien mitverantwortlich für die Finanznöte.

    Trotz der prekären Situation seines Clubs sieht auch Born die 3. Liga als Erfolgsstory. «Ich denke, dass sie eine Verbesserung für die Vereine bedeutet», sagte er. Einziges Manko ist seiner Meinung nach der immer noch sehr große Abstand zur 2. Bundesliga. «Eine Annäherung hat zwar schon stattgefunden, diese ist aber sportlich wesentlich stärker ausgefallen als wirtschaftlich.»

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