1:1 in Schalke: Mo Zidan krönt die brillante Abwehrleistung
- 14 Minuten und 15 Sekunden waren von der Spieluhr runter, da kniete Mohamed Zidan in der riesigen Veltins-Arena schon schon vor der Mainzer Fankurve.
Der Prinz aus Ägypten reckte beide Fäuste in Richtung des geschlossenen Stadiondachs. Und die 05-Fans feierten ihren Ende Januar an den Bruchweg zurückgekehrten Liebling. Das war wieder eine dieser typischen Szenen aus einem kitschigen Sportfilmepos. In diesem Fall war das Realität. Und dem FSV Mainz 05 bescherte dieses Führungstor des 30-Jährigen Tempodribblers ein mental aufbauendes, über 90 Minuten gesehen auch hoch verdientes 1:1 (1:0) beim bisherigen Bundesliga-Kospitzenreiter FC Schalke 04.
Besser kann man nicht verteidigen, wie das die Mainzer in der Veltins-Arena vor 60 579 Zuschauern vorgeführt haben. Die Schalker traten an in einem extrem offensiv ausgerichteten 4-1-3-2-System, mit fünf klassischen Stürmern auf dem Feld. Versetzt im Zentrum die Welttorjäger Raul und Klaas-Jan Huntelaar, an den Flügeln Sprinter Obasi und der elegante Julian Draxler, als zweite Spitze noch Ciprian Marica. Nach der Pause kamen für die wirkungslosen Draxler und Marica der Edeltechniker Jurado und der Flügelturbo Farfan.
Nur wenige Torchancen für S04
Das Ergebnis: In der ersten Halbzeit brauchten die Gastgeber bis zum ersten Torschuss durch Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos stramme 44 Minuten; nach der Pause schoss Obasi das 1:1 (59.), Joel Matip setzte einen Kopfball knapp neben den Pfosten (65.), Nikolce Noveski lenkte einen Schuss von Huntelaar knapp über den eigenen Kasten (68.) und Farfan traf mit einem eher harmlosen Schuss das Außennetz (73.). Ende. Mehr Torchancen ließ die an diesem Tag überragende 05-Defensive um die zentralen Säulen Nikolce Noveski, Niko Bungert und Jan Kirchhoff nicht zu.
Und das gegen eine Spitzenmannschaft, die in der offensiven Raumaufteilung hervorragend organisiert aufspielte. Aber in der ersten Halbzeit kein Tempo in die Aktionen brachte. Da wirkte das extreme Flügelspiel der Schalker eher statisch gegen die engen Linien der 05er, die das Zentrum schlossen, den eigenen Strafraum abriegelten. Die vielen Balleroberungen nutzten die 05er zu glänzenden Umschaltaktionen. Da war die Mannschaft aus dem unteren Tabellenmittelfeld auch spielerisch mindestens auf Augenhöhe mit dem international ambitionierten Gegner. 45 Minuten lang bot das Team von Thomas Tuchel eine taktische Meisterleistung im mutigen 4-4-2 mit Mittelfeldraute.























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