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    BonnNADA: Im Fall Pechstein kein Handlungsbedarf

    Die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA sieht noch keinen Handlungsbedarf, der Verbands-Präsident bleibt skeptisch: Die Initiative deutscher Hämatologen im Fall der gesperrten Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat ein geteiltes Echo ausgelöst.

    Bisher habe bei der NADA niemand angefragt, «ob wir tätig werden sollen. Das steht aber auch nicht zur Debatte», erklärte NADA-Justiziarin Anja Berninger der Deutschen Presse- Agentur dpa.

    In der «Süddeutschen Zeitung» hatte Gerhard Ehninger, der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO), seine ursprünglich geäußerte Meinung korrigiert und Pechstein entlastet. «Bei Frau Pechstein wurden Veränderungen des roten Blutbildes gefunden, die nicht zu Doping passen und mit großer Wahrscheinlichkeit für eine angeborene Störung im Aufbau der roten Blutzellen sprechen», erklärte er. Für den 15. März hat Ehninger in Berlin zu einer Pressekonferenz eingeladen, bei der er Gutachten zur Blut-Anomalie Pechsteins erläutern wird. In der Einladung hieß es, dass der Fall Pechstein aus medizinsicher Sicht geklärt sei und sich ihre Sperre insofern als haltlos erweisen werde.

    «Es geht um Gerechtigkeit und nicht darum, Recht zu bekommen oder nicht. Wichtig ist, dass die richtigen Doping-Sünder erwischt werden», konterte NADA-Justiziarin Berninger. «Es geht nicht darum, ob EPO im Spiel war und spielt in den Urteilen von ISU und CAS keine Rolle. Da geht es darum, dass eine verbotenen Methode oder eine verbotenen Substanz angewandt beziehungsweise genommen wurde.» In der «Süddeutschen Zeitung» hatte sie angefügt, es müsse eine Krankheit oder Anomalie klar belegt werden. Genau dies haben die Hämatologen entsprechend ihrer Ankündigung vor.

    Gerd Heinze, der Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), bleibt nach der Mediziner-Offensive skeptisch. Er befürchtet, dass sich die Sportgerichtsbarkeit gegen die vorliegenden medizinischen Erkenntnisse mit «Händen und Füßen» wehren wird, weil die Auswirkungen für die Glaubwürdigkeit des indirekten Beweises «nicht gerade hilfreich wären.» Schon während der Olympischen Winterspiele hatte Heinze davon gesprochen, dass er sich viel Rückenwind von neuen Erkenntnissen der Blut-Experten verspreche.

    «Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich denke, dieser Nachweis eine Blut-Anomalie bei Pechstein wird maßgeblich zur Wahrheitsfindung in dem Fall beitragen. Ob diese Sachen vor der Sportgerichtsbarkeit standhalten, muss abgewartet werden», sagte der Präsident, der sich seit Beginn der Affäre an Pechsteins Seite gestellt hatte. Auch Pechsteins langjähriger Trainer Joachim Franke unterstützt vorbehaltlos die Initiative der Hämatologen. «Ich finde es fantastisch, dass so renommierte Spezialisten bereit sind, alles bis ins letzte Detail aufzuklären», sagte der 69-Jährige.

    Die medizinischen Gutachten ändern jedoch zunächst nichts an der Tatsache, dass Pechsteins Sperre bis zum 7. Februar 2011 weiter Gültigkeit hat, nachdem ihre Berufung beim Sportgerichtshof CAS erfolglos war. Sie versucht nun, auf Grundlage der neuen medizinischen Erkenntnis eine Revision des CAS-Verfahrens zu erreichen. Der Antrag dafür ist beim Schweizer Bundesgericht gestellt worden.

    Kritik zum geplanten Vorstoß der klinischen Blutexperten kam hingegen vom Doping-Experten Fritz Sörgel. Der Nürnberger Professor verweist darauf, dass diese Veranstaltung im Namen der DGHO abläuft: «Dass der Vorsitzende, Herr Ehninger, sich hier für die gesamte wissenschaftliche Gesellschaft äußert, halte ich für problematisch», erklärte Sörgel der «Süddeutschen Zeitung».

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