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    ErfurtClaudia Pechstein: «Das war mein größter Sieg»

    Die «schlimmsten zwei Jahre ihres Lebens» sind für Claudia Pechstein vorbei. Bei ihrem ersten ersten Start nach Ende der Zweijahressperre aufgrund erhöhter Blutwerte blieb die 38-Jährige in Erfurt über 3000 Meter mit 4:10,05 Minuten unter der Weltcup-Norm des Weltverbandes ISU.

    Medieninteresse
    Eisschnellläuferin Claudia Pechstein muss nach ihrem Comeback in Erfurt viele Fragen beantworten.

    Wie beurteilen Sie selbst ihr erstes Rennen nach so langer Wettkampfpause?

    Pechstein: «Ich kann nun wiederholen, was ich schon am Dienstag auf meiner Pressekonferenz gesagt habe: Ich bin wieder da. Das ist der größte Sieg in meiner Karriere.»

    Wie sind sie mit den äußeren Bedingungen des Comebacks zurecht gekommen?

    Pechstein: «Unter diesem Druck zu laufen, war alles andere als leicht. Alle, die gehofft hatten, dass ich es nicht schaffe, habe sich eines Besseren belehren lassen müssen. Ich habe bewiesen, dass ich es noch kann.»

    Wie beurteilen Sie nun die Chance, sich noch für die WM in Inzell qualifizieren zu können?

    Pechstein: «Heute will ich mich noch gar nicht mit dem Thema WM beschäftigen. Ich bin glücklich, dass ich nach Salt Lake City reisen kann und mich dort wieder mit den Besten der Welt messen darf.»

    Hatten Sie mit einem so großen Medieninteresse gerechnet?

    Pechstein: «Ich habe versucht, alles auszuschalten, was hier so auf mich eingeprasselt ist. Aber dass so viele Zuschauer gekommen sind, macht mich stolz. Es freut mich, dass mein Name so viele Leute von den Medien anzieht.»

    Hatten Sie Zweifel, dass ihr Vorhaben heute misslingen könnte?

    Pechstein: «Es kann immer viel passieren: Da ist die neue Bahn-Regel, da ist die Nervosität, viele Dinge die man nicht ganz ausschalten kann.»

    Mit welchen Vorgaben haben sie die einzelnen Runden angesteuert?

    Pechstein: «Ich hatte gar kein Rundenkonzept. Man kann angehen wie die Feuerwehr und hinten einbrechen oder sich auch von Runde zu Runde steigern. Für mich zählte heute nur die Zeit. Und die habe ich geschafft.»

    Wie wird ihr juristischer Kampf nun weitergehen?

    Pechstein: «Der Kampf geht so lange, bis meine Unschuld bewiesen ist. Und das wird noch dauern. Der Kampf wird nicht nächste Woche zu Ende sein.»

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