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    BochumWettskandal: Cichon gesteht Spielmanipulation

    Der ehemalige Bundesliga-Profi Thomas Cichon hat sich von der Fußball-Wettmafia bestechen lassen. Das hat der 37-Jährige vor dem Bochumer Landgericht gestanden. Sein Schmiergeld belief sich nach eigenen Angaben auf 20 000 Euro.

    Thomas Cichon
    Thomas Cichon (M) hat Spielmanipulation zugegeben.
    Foto: Matthias Balk - DPA

    Betroffen war die Zweitliga-Partie des VfL Osnabrück gegen den FC Augsburg am 17. April 2009. Cichon, der damals bei Osnabrück unter Vertrag stand, ließ seinen Verteidiger eine Erklärung verlesen, in der es hieß: «Ich sollte mich an der Manipulation beteiligen. Ich war dazu bereit. Wir sollten verlieren. Durch die Umstände wollte und konnte ich meine volle Leistungsbereitschaft nicht abrufen.»

    Den ersten Kontakt zur Wettmafia habe es bereits im Winter 2008 gegeben. Damals sei ihm erstmals Geld angeboten worden, um ein Spiel zu verschieben. Dazu sei es aber nicht gekommen. Cichon will damals bereits exzessiv gewettet und mehrere tausend Euro Schulden angehäuft haben. «Ich kam von meinen Verbindlichkeiten nicht mehr herunter», hieß es in der verlesenen Erklärung. Gleichzeitig sei es ihm nicht gelungen, einen Schlussstrich unter seine Wettleidenschaft zu setzen.

    Als der Besitzer eines Wettbüros schließlich massiv auf Rückzahlung der Schulden gedrängt habe, sei er doch noch schwach geworden. Er habe zwar noch einen Vorschuss vom Verein erhalten, gereicht habe die Summe aber nicht. Nur deshalb habe er sich bereiterklärt, das Spiel gegen Augsburg, das Osnabrück mit 0:3 verlor, zu verschieben. Nach Angaben von Cichon wurden ihm die 20 000 Euro aber nicht ausgezahlt. Die Summe sei vielmehr als Schuldenerlass eingesetzt worden.

    Cichon, der vom DFB noch bis Juli 2015 gesperrt ist, drohen maximal elf Monate Haft auf Bewährung. Das haben ihm die Bochumer Richter bereits zugesagt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 37-Jährigen ursprünglich auch vorgeworfen, vor der Partie des VfL Osnabrück gegen den 1. FC Nürnberg 5000 Euro Bestechungsgeld angenommen zu haben. Diesen Vorwurf wies Cichon jedoch zurück.

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