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    FrankfurtVfB und Eintracht wollen Gruppenphase erreichen

    Thomas Schneider gibt den Motivator, Armin Veh den Grantler. Obwohl die Ausgangslage für den VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt in den Playoff-Rückspielen der Europa League unterschiedlicher kaum sein könnte, wirken die Trainer der beiden Bundesligisten gleich angespannt.

    Gefordert
    Thomas Schneider muss gleich in seinem ersten Spiel ein große Hürde nehmen.
    Foto: Daniel Bockwoldt - DPA

    Zumindest bei Veh verwundert dies, steht die Eintracht nach dem 2:0 beim FK Karabach Agdam doch schon mit einem Bein in der Gruppenphase. Schneider hingegen hat allen Grund zur Nervosität: Er muss gleich bei seinem Debüt für eine Trendwende sorgen.

    Gegen HNK Rijeka gilt es für den VfB an diesem Donnerstag, das 1:2 aus dem Hinspiel aufzuholen. «Das ist eine extrem schwierige Aufgabe in einer brutalen Situation», warnte der am Montag als Nachfolger des entlassenen Bruno Labbadia verpflichtete Schneider. Dennoch verbreitete er vor dem Duell mit dem kroatischen Außenseiter große Zuversicht: «Ich habe eine Aufbruchstimmung festgestellt. Wir sind stark genug, den Gegner deutlich zu besiegen und den Turnaround zu schaffen. Von der Qualität her müssen wir das packen - ohne Wenn und Aber.»

    Gedanken an ein mögliches Scheitern will der 40-Jährige gar nicht erst aufkommen lassen. «Natürlich ist der Druck da, aber ich freue mich darauf», sagte der 40-Jährige am Mittwoch. «Für mich ist Druck mehr Ansporn als Belastung.»

    Raus aus dem Millionenspiel? Daran denkt auch Fredi Bobic nicht. «Da wollen und werden wir weiterkommen», sagte der Sportvorstand trotz der ernüchternden Bilanz von nur einem Sieg aus sieben Pflichtspielen. «Sie müssen den Bock umstoßen. Davon bin ich felsenfest überzeugt.»

    Wie so oft nach einem Trainerwechsel geht es für Schneider auch darum, Christian Gentner & Co. wieder den Glauben an die eigene Stärke zurückzugeben. Viel Zeit dazu hatte der frühere Verteidiger nicht. Sein erstes Training leitete Schneider am Dienstag, in der ersten Bewährungsprobe geht es gleich um bare Münze. «Der Druck ist schon da», sagte Schneider.

    Mit fast 5,7 Millionen Euro kassierten die Schwaben in der vergangenen Europa-League-Saison so viel Geld wie kein anderer Bundesligist. Zusätzlich gab es nach «kicker»-Angaben noch einen Nachschlag von fast 3,7 Millionen Euro von der Deutschen Fußball Liga. Geld, das der VfB gut gebrauchen kann.

    Die Zusatzeinnahmen bereits fest einplanen kann der Bundesligarivale aus Frankfurt. Selbst für den eher pessimistischen Vorstandschef Heribert Bruchhagen ist das Weiterkommen gegen Karabach nur noch Formsache. Genau dies schmeckt Trainer Veh aber gar nicht. «Die Experten können das ja locker raushauen, aber für mich ist es nicht so. Wir haben ein Jahr daraufhin gearbeitet und müssen konzentriert sein», sagte Veh am Mittwoch. «Nur vom Reden ist noch keiner weitergekommen.»

    Mit einer konzentrierten Leistung wollen die Hessen am Donnerstagabend den letzten Schritt gehen. «Wir werden voll draufgehen und das Publikum mitreißen», versprach Stefan Aigner. «Es ist einfach geil, in der Europa League spielen zu können.» Kapitän Pirmin Schwegler kehrt in den Kader zurück, dafür fehlen die Stürmer Srdjan Lakic (Hexenschuss) und Vaclav Kadlec. Der Neuzugang darf erst in der Gruppenphase international für die Eintracht spielen.

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