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    AugsburgSieglos ohne Reus: «Leidenschaft» stoppt Gladbach

    Kein Reus, kein Sieg, kein Tabellenprimus für eine Nacht - auf diese simple Formel mochte Fußball-Lehrer Lucien Favre die Gladbacher Bauchlandung in Augsburg nicht reduzieren.

    Verloren
    Das Team von Gladbach-Trainer Lucien Favre (r) enttäuschte in Augsburg.
    Foto: Stefan Puchner - DPA

    «Man darf in keine Richtung übertreiben. Marco fehlt, das wissen wir. Aber wir konnten auch ohne ihn gegen Dortmund punkten», erklärte Favre. Beim 0:1 (0:0) gegen den bisherigen Tabellenletzten FC Augsburg leistete sich das Überraschungsteam der Bundesliga-Hinrunde wieder mal einen Aussetzer, so wie beim 0:1 in Freiburg. Rückschläge, die Favre für ganz normal hält bei einem Team, das in der letzten Saison beinahe abgestiegen wäre. «Wir dürfen unsere Mannschaft nicht überschätzen. Wir müssen um jeden Punkt kämpfen. Wir dürfen nicht vergessen, wo wir vor einigen Monaten waren», mahnte der Schweizer.

    Trotzdem war auch er angesäuert - wegen der schwachen Leistung. «Augsburg war besser, hat viel mehr investiert. Wir waren nicht gut.» Nur in der Anfangsphase kombinierte die Borussia flott mit wenigen Ballkontakten. «Fußball spielen war die einzige Lösung für uns», monierte Favre. Doch die Gäste ließen sich in einer von 44 Fouls zerhackten Partie von der körperbetonten Spielweise des Gegners den Schneid abkaufen. «Wir wussten, dass es ein Kampfspiel wird. Aber wir haben den Kampf nicht angenommen», rügte Kapitän Filip Daems und sprach selbstkritisch von der «schlechtesten Saisonleistung».

    Drastisch formulierte es Torwart Marc-André ter Stegen: «Es ist scheiße, dass wir verloren haben. Wir haben keine Lösungen gefunden, das ganze Spiel nicht.» Das lag natürlich auch am Fehlen von Reus, ohne den Gladbach einfach nicht gewinnen kann. Im insgesamt fünften Bundesligaspiel ohne den Nationalspieler (Zehenbruch) gab es die vierte Pleite. Nur gegen Meister Dortmund langte es zuletzt zu einem 1:1. «Marco setzt ganz andere Akzente. Wir wünschen uns, dass er bald zurück ist», erklärte Innenverteidiger Martin Stranzl. Vielleicht schon beim Hinrundenfinale am 18. Dezember gegen Mainz.

    «Für uns war es gut, dass Reus nicht dabei war. Er ist bei Gladbach der entscheidende Mann. Er hat zehn Tore gemacht, der nächste drei», bemerkte Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Ausgerechnet der Ex-Borusse, der zu Jahresbeginn ablösefrei nach Augsburg gewechselt war, avancierte mit seinem Freistoßtreffer zum Matchwinner.

    «Vollspann drauf», lautete in der 51. Spielminute das Motto des FCA-Kapitäns auf dem nassen Boden. Der Gewaltschuss wurde von Raul Bobadilla unglücklich ins eigene Tor abgefälscht. «So ein Tor ist typisch für so ein Spiel», haderte U 21-Nationaltorhüter ter Stegen, der vor der Pause riesiges Glück hatte, dass Tobias Werner einen bösen Patzer von ihm nicht schon mit einem Treffer bestrafte (30.).

    Frust bei Gladbach - Riesen-Jubel beim FCA. Trainer Jos Luhukay schwärmte nach dem zweiten Heimsieg in Serie von der «puren Leidenschaft» seiner Truppe. Die Rote Laterne wurde nach Freiburg weitergereicht. «Wir sind jetzt in jedem Spiel konkurrenzfähig. Wir wollen uns weiter vorarbeiten. Wir können die Klasse halten», sagte Callsen-Bracker. Der 27-Jährige entwickelt sich dabei zu einer Art Lebensversicherung für den Liga-Neuling. Die drei Saisontore des Abwehrspielers waren sieben Punkte wert - von insgesamt nun 14.

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