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    GenfSchock für Reitsport: Wards Pferd disqualifiziert

    Verhandlungen bis zum Morgengrauen, lautstarker Streit am Abreitplatz und eine Pressekonferenz mit Pferd - die Reitsportwelt ist wieder einmal in Aufruhr.

    Spring-Verbot
    McLain Ward überspringt mit seinem Pferd Sapphire in Genf ein Hindernis.

    Der bis dahin führende Springreiter McLain Ward durfte beim Weltcup-Finale in Genf am Abschlusstag nicht reiten, weil sein Pferd Sapphire am 17. April disqualifiziert worden war. Die Furcht vor einem neuen Skandal nach den zahlreichen Doping-Fällen der zurückliegende Monate war überall zu spüren.

    Der Frust des US-Amerikaners entlud sich am Abreitplatz bei einem heftigen Wortwechsel mit Ludger Beerbaum, der sich in einer Sitzung des Internationalen Springreiter-Clubs gegen einen Boykott der weiteren Springen ausgesprochen hatte. Zuvor hatte Ward eine merkwürdig anmutende Pressekonferenz mit seiner Stute auf einem Trainingsplatz gegeben. «Ich bin erschüttert», sagte der 35-Jährige. «Das ist eine schockierende Entscheidung.»

    Er ließ Sapphire vortraben, um zu zeigen, wie gut es seiner Stute geht. Wie ungerecht es ist, dass das Pferd von der Platz-Jury wegen einer Überempfindlichkeit am linken Bein vom weiteren Wettbewerb ausgeschlossen worden ist. Der vor elf Jahren wegen Tierquälerei gesperrte US-Reiter beteuerte mit Tränen in den Augen seine Unschuld und sein Unverständnis, doch die Zweifel blieben. «Das Pferd hatte Schmerzen, und wenn es Schmerzen hat, darf es nicht starten», erklärte die Weltverbands-Präsidentin Haya bint al Hussein.

    «Ich bin ein leichtes Opfer», sagte Ward. «Ich habe eine Vorgeschichte, ich weiß.» Der Amerikaner war 1999 wegen Tierquälerei zu sechs Monate Sperre verurteilt worden. Beim CHIO-Turnier in Aachen hatten Kontrolleure in den Bandagen seines Pferdes Benetton spitze Plastikteilchen gefunden. Solche Gegenstände verursachen große Schmerzen, wenn das Pferd mit den Beinen an ein Hindernis schlägt. Im gleichen Jahr war er beim Weltcup-Finale in Göteborg disqualifiziert worden, weil er eine Kontrolle seines Pferdes verweigerte. «Ich hatte zehn erfolgreiche Jahre und keinen Vorfall», sagte Ward, der 2004 und 2008 Olympia-Gold mit dem US-Team gewonnen hat.

    In Genf liegt der Fall anders. Die erhöhte Sensibilität an einer Stelle oberhalb des Hufes sei von drei unabhängigen Tierärzten diagnostiziert worden, erklärte der Chef-Veterinär Paul Farrington. Er betonte allerdings mehrfach, dass es keine «Anzeichen für ein Fehlverhalten» von Ward oder einem anderen Mitglied des US-Teams gebe. Die Hypersensibilität könne auch andere Ursachen wie ein kleine Verletzung haben. Es müsse aber das Ergebnis der Doping-Probe abgewartet werden.

    Bis dahin darf Ward weiter reiten - so, wie er es beim Großen Preis tat. Und dabei eine weitere Showeinlage gab: Nach drei Sprüngen stoppte er demonstrativ. Der Weltverband hat wegen dieser Unsportlichkeit eine Untersuchung eingeleitet. Die deutschen Reiter schüttelten den Kopf.

    Mit öffentlichen Kommentaren zur Disqualifikation hielten sie sich weitestgehend zurück. Doch das Mitleid hielt sich ganz offensichtlich in überschaubaren Grenzen. «Der Weltverband greift hart durch, auch wenn es dem einen oder anderen weh tut», sagte Beerbaum.

    Pferdesport
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